Seit über 10 Jahren betreibe ich auf dem Gelände der Abtei Münsterschwarzach die alte klösterliche Wissenschaft der Beobachtung der Sterne. Mein hauptsächliches Interesse gehört Deep-Sky-Objekten. Eine Zusammenstellung aller Messier-Objekte hatte für mich seinen besonderen Reiz. Die Beobachtung der Planeten findet auch immer wieder ihre Zeit. Mond und Sonne verfolge ich meist ohne Instrumente mit dem freien Auge.Mich beschäftigt nicht nur die Astronomie als Hobby, sondern auch ihr Zusammenhang mit dem Glauben und einer gelebten Schöpfungsspiritualität. Das Buch zu "Astronomie und Spiritualität" ist eine Frucht davon. Auf gleicher Linie liegt auch unser Einsatz als Klostergemeinschaft für einer sorgsamen Umgang mit unserer Schöpfung.
Um M91, die verlorene Galaxie
des Messierkatalogs, ist lange gerätselt worden. An der Position, die Charles Messier vermerkt hatte, war nichts zu finden. Schon vermuteten Beobachter, dass er sich selbst durch einen Kometen foppen ließ...
Ein Blick auf M77 und weit dahinter
gelang mir Mitte Januar 2012. Dabei zählt die Galaxie M77 zu unserer Nachbarschaft mit 50 Millionen Lichtjahren Entfernung. Die entferntesten Objekte im Bild liegen über 200-mal weiter von uns weg bei über 11.000 Millionen Lichtjahren - fast schon am Rande des sichtbaren Universums.
Jupiter und Venus stehen schon am Abend
hoch am Südhimmel als helle Glanzpunkte. Hoch, direkt im Süden ist der größte der Planeten zu sehen, im Südwesten grüßt Venus mit ihrem hellen Glanz.
Die Galaxie M74, eine fast perfekte Spirale,
liegt im Sternbild der Fische. Im Moment hat sie einen prominenten Nachbarn: Jupiter. So hell der große Planet strahlt und leicht zu sehen ist, so schwierig ist die Galaxie in seiner Nachbarschaft zu beobachten.
Ein früher Saturn
zeigte sich mir schon vor dem Morgengebet des 15.1.2012. Nachher stand der Ringplanet noch schöner im Süden. Doch er war nur Abschluss einer wunderschönen Beobachtungsnacht.
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