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Christian Wölfel hat bei der Katholischen Nachrichtenagentur KNA im Januar 2012 einen Artikel über meine Beschäftigung mit der Astronomie geschrieben zu dem Katharina Ebel einige Bilder gemacht hat.

Michaela Schneider, eine freie Journalistin aus Würzburg, hat im November 2011 einen Bericht über mich verfasst, der in verschiedenen Printmedien gedruckt wurde und der auch online unter rhoenpuls.de zu lesen ist.

 

Aus einem Interview von POW, Würzburg 2007:

Pater Christoph in der Sternenwarte
Pater Christoph
in der Sternenwarte
„Die Sterne und das Universum faszinieren mich einfach. Und damit verbunden die Suche nach Unendlichkeit, nach dem Grenzenlosen“, sagt Gerhard. Das Hobby des Priors der Abtei Münsterschwarzach erscheint außergewöhnlich: Der Mönch schaut ins Weltall – und das seit seinem zwölftem Lebensjahr.

„Mein Onkel hat mir damals ein Teleskop ausgeliehen. Damit fing alles an“, erinnert sich der 42-Jährige. Das Teleskop baute er auf der Terrasse auf, und bis zu seinen ersten Entdeckungen dauerte es nicht lange: Jupiter und Saturn, den Orion-Nebel oder die Andromeda-Galaxie holte er in den Fokus. Seine Begeisterung für die fernen Sterne und Planeten wuchs weiter, mit 15 Jahren kaufte er sich mit schwer verdientem Geld für 500 Mark sein eigenes Teleskop. Astronomie hat viel mit Planung und Berechnung zu tun. Um die Sternenpositionen einfacher und schneller zu bestimmen, schrieb Gerhard wenige Jahre später ein eigenes Computerprogramm. Der erste Kontakt zum Kloster kam erst während des Studiums der Elektrotechnik zustande. „Ein Freund von mir hatte das Buch ‚Der Name der Rose’ gelesen und wollte unbedingt mal in ein Kloster hineinschauen – ich sollte mitkommen. Schließlich war ich derjenige, der allein nach Münsterschwarzach ging“, erzählt Gerhard. Von der Abtei sei er direkt sehr fasziniert gewesen. „Es gibt hier eine so große Weite. Und es wird auch keine spirituelle Engführung betrieben.“ Gerhard merkte, dass das alles gut zu ihm passte, und so trat er nach dem Studium 1987 ins Kloster ein.

Fünf Jahre verzichtete er auf die Astronomie, doch in seinem Theologiestudium stieg er wieder ein in die ferne Welt der Galaxien, Kometen und Sternengeburten. Der Sternenkosmos und der Glaube – für den Benediktinerpater passt das ohne Probleme zusammen: „Die feine Abstimmung der Naturkonstanten, die Schönheit der Sterne und Galaxien, das alles lässt mich immer wieder staunen. Und es kann auch eine Brücke zum Glauben sein.“ Wenn er ins All hineinschaut, sieht er nicht nur Gase, Staub und Gesteinsbrocken. Falls das Universum Grenzen hat, dann weiß er, wer dahinter zu finden ist: Gott, der Schöpfer. „Wenn ich diese Glaubenserfahrung verbinde mit dem Glauben im Alltag, mit den Menschen um mich herum, dann wird Gott so noch größer für mich.“ Pater Gerhard sieht sich selbst eher als nüchternen Menschen, der im Glauben nicht schwärmerisch wird – deshalb sei er auch Benediktiner geworden. Doch sein Teleskop helfe ihm dabei, mit dem geistigen Auge noch weiter zu schauen und mehr zu spüren von der Schöpferkraft.