Insgesamt waren wir 12 Männer: vom Zivi, über den Zimmermann bis zum Manager, aus ganz Deutschland. Alles Männer die mitten im Leben stehen und die ihre Sehnsucht nach Gott und der Wunsch nach Rückzug, Besinnung und Neuorientierung für eine Woche in die Abtei geführt hat.
Im Wechsel von Gebet und Arbeit zusammen mit den Mönchen bildeten wir eine Gemeinschaft von „Brüdern auf Zeit“, ja von „Mönchen auf Zeit“.
In den Kurseinheiten wurden wir theologisch und spirituell tiefer hineingeführt zu dem, was wir praktisch mit den Mönchen täglich mitvollzogen.
In den Austauschrunden, die es immer wieder gab, konnte sich der Einzelne mit seiner je eigenen Situation einbringen; die Offenheit und gegenseitige Akzeptanz in diesen Runden war überraschend groß und gab dieser Woche einen ganz besonderen Akzent.
Mein persönliches Fazit: Ich bin in dieser Zeit meiner ganz eigenen und persönlichen Wahrheit näher gekommen, was mir weiterhilft meinen individuellen Weg der Nachfolge im Alltag weiter zu gehen. Nachhaltig ist mir unsere Weggemeinschaft von suchenden Männern in Erinnerung geblieben, das war sehr wohltuend, da sonst bei religiösen Kursen oft doch sehr viel mehr Frauen als Männer teilnehmen. Am beeindruckendsten war jedoch die Mönchsgemeinschaft so hautnah zu erleben: beim Einzug in den Chorraum, beim mitbeten im Chorgestühl, beim Essen im Refektorium, beim meditativen Gehen sowohl durch den wunderbar klaren Kreuzgang als auch während des Einläutens des Christkönigs-Sonntags im Innenhof des Kreuzgangs. Alles in allem sehr inspirierend und wegweisend.
Thomas