Ostern: Es ist die ständige Nähe Christi, die Begegnung mit dem, der aus der Dunkelheit des Todes auferstanden ist. Christus ist aufgestanden gegen den Tod, aufgestanden gegen die Einsamkeit, gegen die Trauer, gegen die Verzweiflung, gegen die Beziehungslosigkeit. Christus ist aufgestanden, um immer bei Gott zu sein, aber auch um immer bei uns zu sein, um uns dauernde Nähe und Beziehung zu ermöglichen.
(Pater Anselm Grün in: Du schenkst Licht und Leben - Ein österliches Lesebuch aus dem Kloster, Vier-Türme-Verlag)
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25.04.2014
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TAGESHEILIGER

(Hermann) Peter vom heiligen Joseph Betancurt (Hermano Pedro de San José Betancurt)

Ordensgründer
* 19. März 1626 in Vilaflor de Chasna auf Teneriffa
† 25. April 1667 in Antigua Guatemala in Guatemala
 
Peter von Betancurt, Nachfahre von Juan von Betancurt, einem der normannischen Eroberer der kanarischen Inseln, war Sohn armer Bauern. 1650 wanderte er nach Guatemala aus - die Überfahrtskosten verdiente er sich durch Arbeit auf dem Schiff. Er bleib arm, musste sich von der Armenküche der Franziskaner versorgen lassen, und lernte dort den Mönch Fernando Espino kennen, der sein lebenslanger väterlicher Freund wurde und ihm Arbeit in einer Textilfabrik vermittelte. 1653 besuchte er das Jesuitenkolleg, um Priester zu werden, aber die Anforderungen waren ihm zu hoch, er brach die Ausbildung ab; 1655 schloss er sich dem 3. Orden der Franzisklaner an, fortan wirkte er als Missionar unter afro-amerikanischen Sklaven, Indios, Einwanderen und verwaisten Kindern. Eine Spende verwandte er 1658 zum Aufbau eines Krankenhauses für Arme mit dem Namen "Unsere Frau von Bethlehem".
 
Peters tiefe Menschlichkeit und Einfühlsamkeit beeindruckte die Menschen, er erhielt Unterstützung von Verwaltung und Kirche. Er gründete dann ein Heim für Obdachlose, eine Schule für arme und verwaiste Kinder und ein Oratorium. Er sorgte dafür, dass schon frühmorgens Messen gelesen wurden, damit auch die armen Arbeiter daran teilnehmen konnten, und erbaute Kapellen in den Arbeitervierteln von Guatemala City. Jedes Jahr am 18. August versammelte er die Kinder um sich und betete mit ihnen die Sieben Freuden des Rosenkranzes - eine Praxis, die in Guatemala bis heute geübt wird.
 
Frauen und Männer schlossen sich Peter an, wurden "Bethlehem-Brüder und -Schwestern", Peter verfasste Regeln für die entstehende Kongregation, die die Fürsorge für Arme und ein Leben im Gebet und Fasten zum Inhalt haben.
 
Heute wird Peter von Betancurt als "Franziskus von Amerika" verehrt.
TAGESLESUNG

Apg 4, 1-12

Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen. Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten. Sie nahmen sie fest und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend. Viele aber, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend. Am anderen Morgen versammelten sich ihre Führer sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem, dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohenpriester stammten. Sie stellten die beiden in die Mitte und fragten sie: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan? Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch. Er ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen
TAGESEVANGELIUM

Joh 21, 1-14

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.