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Nach erfolgreichem Abitur vom EGM verabschiedet

Lena Knaier ist die beste Abiturientin, Julius Krapf erhält den Abt-Egbert-Preis: Am Freitag wurden die diesjährigen Abiturienten in einem Gottesdienst gefeiert.

 82 Schülerinnen und Schüler haben am Egbert-Gymnasium erfolgreich ihr Abitur abgelet. Am Freitag erhielten das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. An der Spitze des Jahrgangs lag Lena Knaier mit der Traumnote 1,0. Auch Julian Hiebl, Elisabeth Meusert, Elena Binzenhöfer, Clara Brommer und Joy-Marie Kleiß konnten mit Schnitten zwischen 1,1 und 1,3 ganz hervorragende Leistungen erzielen.

Vor der Zeugnisverleihung feierte die Schulfamilie einen beeindruckenden Gottesdienst, zelebriert von Schulseelsorger P. Jesaja Langenbacher und gestaltet von der Schulband um Michael Aust. In einem Lichtritus brachten über 1000 Taizé-Kerzen die Abteikirche zum Leuchten und symbolisierten das Licht, das die Abiturienten in die Welt hinaustragen sollten. Am Ende des Gottesdienstes verlieh Abt Michael Reepen den Abt-Egbert-Preis an Julius Krapf, der sich auf hervorragende Art und Weise im sozialen und religiösen Bereich engagiert hatte, sei es als Ministrant oder als Mitglied des Pfarrgemeinderates in seiner Heimatgemeinde Volkach. Viele Jahre leistete er als wichtige "Säule" der Imkergruppe der Schule einen Beitrag dazu, dass das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt und der Mensch im Einklang mit der Schöpfung leben kann.

Nach einem Sektempfang vor der Abteikirche fand die Zeugnisverleihung in der Turnhalle statt. Schulleiter Robert Scheller, der zum 18. und zum letzten Mal diese Zeremonie leitete, freute sich mit den jungen Absolventen und zollte ihnen Hochachtung und Respekt. Er legte in seiner Ansprache den Focus auf die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, die auch im digitalen Zeitalter beim Lernen entscheidend sei. Man solle die Technik so einsetzen, dass sie tatsächlich Beziehungen fördert. "Im Bereich des forschenden Lernens und des Problem lösenden Denkens ist es sicherlich möglich, ja sinnvoll und wird im Unterricht so praktiziert, jedoch sollte die Technik immer als Medium, niemals als Ziel begriffen werden." Dabei verwies Scheller im Sinne von Aristoteles auf den Menschen als "Zoon politikon", als ein auf Gemeinschaft angelegtes Wesen.

Dass diese Beziehung auch nach dem Ablegen des Abiturs erhalten bleiben möge, dafür warb der stellvertretende Schulleiter Markus Binzenhöfer. Die Gruppe der Ehemaligen, die EGM-Alumni, bieten die Möglichkeit, auch nach der Schulzeit mit Abtei und Schule in Kontakt zu bleiben. Die Alumni treffen sich mehrmals im Jahr zu Veranstaltungen, Konzerten und zum Gedankenaustausch. Darüber hinaus kann man sich auch im Förderverein, dem Münsterschwarzacher Kreis, engagieren. Auch Abt Michael wies darauf hin, dass die Abtei mit ihrem Gästehaus auch in späteren Lebensphasen mit Rat und Tat zur Seite stehen und Lebenshilfe in Krisensituationen anbieten könne.

Im Namen der Schüler ergriff Julius Rümmele das Wort und verkündete enthusiastisch: "Wedidit!" Er erinnerte sich an ein Wandbild, das er in der 5. Jahrgangsstufe in seinem Klassenzimmer oft betrachtet hatte. Es zeigte einen hohen Berg, ganz unten waren die Fünftklässler abgebildet, ganz oben an der Spitze stand "Abitur". Dass dieser Berg nun erklommen sei, darauf war Julius – im Namen aller Schüler und auch der mitfiebernden Eltern – mit Recht mächtig stolz.

 Von Kollegstufenbetreuer Dr. Reinhard Klos 

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Abtei Münsterschwarzach
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