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Treffen der Deutschen Missionsprokuren

Arbeitskreis kommt zum ersten Mal wieder offline in Münsterschwarzach zusammen.

Die in einem Arbeitskreis zusammengeschlossenen 100 deutschen Missionsprokuren haben sich zu ihrer Mitgliederversammlung in der Abtei Münsterschwarzach getroffen. Das Treffen stand thematisch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, was sich durch Vorträge ausdrückte. So referierte unter anderem Monsignore Pirmin Spiegel von MISEROR über den Beitrag der Missionsprokuren der Umsetzung von "Laudato si" und Br. Stefan Federbusch ofm unter dem Titel "Nachhaltigkeit – ein Schwerpunkt im 'gemeinsamen Haus'". In Workshops gab es die Möglichkeit, dieses Thema zu vertiefen oder sich mit anderen Aspekten wie etwa "Prokuren im Umbruch" oder der Öffentlichkeitsarbeit zu beschäftigen.

Zudem mussten auch Regularien aus der 2020 ausgefallenen Mitgliederversammlung nachgeholt werden. Über Rechts- und Finanzfragen referierte Br. Stephan Veith OSB aus der Abtei Münsterschwarzach, der vor seinem Klostereintritt als Steuerberater tätig war. Wichtig ist dieses Wissen aufgrund der Einnahmen von Spendengeldern und Zuschüssen zur Finanzierung von internationalen Projekten in den einzelnen Ordensgemeinschaften. 2020 wurde die weltweite Arbeit mit insgesamt knapp 83 Millionen Euro unterstützt, wovon der größte Anteil zweckgebundene Spenden waren. Diese fließen direkt in die Projekte in Lateinamerika, Asien, Afrika und Europa.

Die AG Missionsprokuren ist in die Struktur der Deutschen Ordensobernkonferenz eingebunden. Sie wurde 1974 gegründet und besteht aus genau 100 Prokuren in Deutschland. Insgesamt sind derzeit (Stand Februar 2021) 1.302 Männer und Frauen als Missionare deutscher Nationalität weltweit im Einsatz. 38,3 Prozent sind in Afrika, 44,3Prozentin Lateinamerika, 15,1 Prozent in Asien/Ozeanien und 2,2 Prozent in Osteuropa tätig.

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