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Unser Verstand ist eine Gabe des Heiligen Geistes

Was hilft gegen das Corona-Virus? Soziale Distanz, Abstand, Rücksichtnahme. Das ist klar. P. Christoph Gerhard OSB rät noch etwas anderes.

Immer wieder hört man in dieser Krise von seltsamen Theorien zum Corona-Virus: dass er in den Sternen ablesbar sei, dass es jetzt schon besondere Medikamente gegen ihn gibt, oder dass besondere Riten gegen eine Erkrankung schützen würden.

Bei einem Virus hilft nur der gesunde Menschenverstand, der uns von Gott gegeben wurde. Für mich zeigt er sich in klaren, wissenschaftlichen Analysen der Verbreitung und Ansteckungswege; in der nüchternen Arbeit in den Laboren von vielen Fachleuten; in nicht aufgeregten Entscheidungen von Politikern. Wenn die eingeleiteten Maßnahmen und Hinweise mit Augenmaß unaufgeregt umgesetzt werden, dann hilft das auf Dauer in der besten Weise gegen den Virus und seine Verbreitung.

Gott hat uns Menschen mächtige Fähigkeiten mitgegeben, die wir auch gebrauchen sollen. Wichtig ist dabei die Corona-Krise weder klein zu reden oder gar zu leugnen, wie dies erst in den letzten Jahren immer wieder beim Klimawandel geschehen ist. Wir müssen aber auch nicht in das Gegenteil von einer Panik geraten ob unserer Situation: noch ist Zeit zum Handeln und die Wissenschaft gibt uns entsprechende Werkzeuge an die Hand oder uns wird hilfreiches Verhalten vorgeschlagen.

Die beiden Gaben der Unterscheidung und des guten Maßes, wie sie Benedikt in seiner Regel immer wieder erwähnt, geben uns dabei eine grundsätzliche Leitlinie für unser ganzes menschliche Leben an die Hand, die sich auch in dieser Krise wieder positiv bestätigen werden. Unser Verstand und die Fähigkeit zu nüchternen Analysen und Handlungen sind weitaus besser als alle überzogenen, unlogischen oder gar magischen Praktiken, die nicht helfen können, sondern viel mehr schaden.

Von P. Christoph Gerhard OSB

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