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Zeitliche Profess von Br. Joel und Br. Wolfgang

Freude in Münsterschwarzach: Die Novizen Br. Joel und Br. Wolfgang sind einen weiteren Schritt in ihrem Mönchsleben gegangen – und als Mönche mit zeitlichen Gelübden sind sie sogar optisch erkennbar.

Am Samstag haben Br. Joel Schmidt OSB und Br. Wolfgang Sigler OSB in einem Konventamt am Fest Mariä Geburt die zeitliche Profess abgelegt. Vor Gott und ihren Mitbrüdern versprachen sie Gehorsam (oboedientia), Beständigkeit (stabilitas) und den klösterlichen Lebenswandel (conversatio morum). Der Professspruch stammt aus Psalm 9:

Darum vertraut auf dich, wer deinen Namen kennt:
Du, HERR, hast keinen, der dich sucht, je verlassen. (Ps 9,11)

Br. Wolfgang wurde am 17. Juni 1987 in Regensburg geboren. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen trat er am 23. August 2015 in die Abtei ein. Er studiert seit Oktober 2017 Theologie am Kolleg St. Benedikt in Salzburg. 

Br. Joel wurde am 15. Juli 1973 in Meersburg am Bodensee geboren. Nach seinem Theologiestudium trat er am 1. September 2015 in die Abtei Münsterschwarzach ein. Seit Oktober 2017 studiert er in Rom Liturgie im Lizenziats-Studiengang am Päpstlichen Liturgischen Institut in Sant’Anselmo und lebt während der Studienzeit in der gleichnamigen Abtei.

Während der Semesterferien und vorlesungsfreien Zeiten sind Br. Wolfgang und Br. Joel in der Abtei Münsterschwarzach. Beide Neuprofessen sind durch die Teilnahme an einem „Kloster auf Zeit“-Kurs zur Benediktinerabtei gekommen.

Über die Mönchsgelübde

Die zeitlichen Gelübde, die für zwei Jahre versprochen werden, schließen an das Noviziat an. Sie sind die Vorstufe zur Ewigen Profess, bei der sich der Mönch auf Lebenszeit an Kloster und Gemeinschaft bindet.

Der Gehorsam wird zunächst gegenüber Abt und Regel versprochen, aber auch den Mitbrüdern. Er ist nicht als willenlose Hörigkeit, sondern als uneingeschränkte Bindung an Gott zu sehen. Die Regel des heiligen Benedikt achtet die Individualität und Würde des einzelnen.

Im Gelübde der Beständigkeit bindet sich der Novize an Gemeinschaft und Kloster. Zeitweise sind Mönche der Abtei Münsterschwarzach in anderen Klöstern in der Mission eingesetzt – ihre Heimat bleibt aber in Franken.

Der klösterliche Lebenswandel umschreibt die Eigenschaften, die das Klosterleben ausmachen: Besitzlosigkeit, Gottsuche in Gebet und Schriftlesung, Ehelosigkeit, auf Gott bezogenes Leben.

Weitere junge Mönche der Abtei

Derzeit gibt es vier Novizen in der Abtei Münsterschwarzach. Äußerlich sind diese sogar erkennbar: Das Skapulier, der Überwurf des Habits, ist etwa 15 Zentimeter kürzer. Auch haben sie keine Kukulle, das feierliche Chorgewand für den Gottesdienst. Mit der zeitlichen Profess erhalten die Mönche der Abtei nicht nur ein langes Skapulier, sondern auch eine Kukulle – allerdings noch ohne die langen Chorärmel. Die kommen erst nach der ewigen Profess hinzu.

Kontakt

Abtei Münsterschwarzach
Schweinfurter Str. 40
97359 Münsterschwarzach
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