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Abtei in den Medien

Ob Abt Michael Reepen oder Pater Anselm Grün, ob Kloster, Gästehaus oder Abteikirche - die Mönche und die Abtei sind immer wieder in den Medien zu finden. Fernsehen, Rundfunk, Presse oder Internet - es wird gern über die Aktivitäten im Kloster berichtet. 

Ankündigungen, Berichte und Impulse

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Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden) hielt die erste Fastenpredigt in der Abteikirche.
P. Maximilian Grund OSB

„Was er euch tut, das sagt“

Fastenpredigt von Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden) am 18. Februar in der Abteikirche Münsterschwarzach zum Thema „Heute Kirche sein in einer säkularen Welt“

„Heute KIRCHE sein!“ sind vier abendliche Fastenpredigten überschrieben, die ab 18. Februar jeweils sonntags ab 19.15 Uhr in der Abteikirche Münsterschwarzach in Verbindung mit der Komplett stattfinden.

Den Auftakt machte am Sonntag, 18. Februar, der Bischof von Dresden Heinrich Timmerevers. Er war 15 Jahre Bischöflicher Offizial in Vechta, bevor er 2016 zum Bischof von Dresden ernannt wurde. Sein Thema: „Heute Kirche sein in einer säkularen Welt“. Sehen und hören Sie seine Predigt als Video. 

 

Bruder Odo Harrer OSB feiert am Dienstag, 20. Februar, seinen 80 Geburtstag.
Abteiarchiv

Bruder Odo Harrer 80 Jahre

Der gelernte Landmaschinenmechaniker und Schmied war von 1964 bis 2008 in Tansania im Einsatz – Über 100 Lehrlinge ausgebildet - Missionar mit „Leib und Seele“

Bruder Odo Harrer OSB, ein Missionar mit „Leib und Seele“, feiert am Dienstag, 20. Februar, in der Abtei Münsterschwarzach seinen 80. Geburtstag. Der gelernte Landmaschinenmechaniker und Schmied war 44 Jahre in Tansania im Einsatz und hat dort unzählige Fahrzeuge wieder flott gemacht sowie über 100 Lehrlinge ausgebildet.

Der Jubilar ist am 20. Februar 1938 als Franz Harrer in Heideck-Kippenwang (Kreis Hilpoltstein) geboren. Seine Eltern hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb und so besuchte der Jubilar nach der Volksschule die Landwirtschaftsschule in Heideck.

Aber schon 1954 führte ihn sein Weg ins Kloster Münsterschwarzach, wo er den Ordensnamen Bruder Odo erhielt. 1957 war seine zeitliche Profess und durch die ewige Profess am 12. Mai 1963 schloss er sich der klösterlichen Gemeinschaft auf Lebenszeit an. Im Kloster erlernte er den Beruf des Schmiedes. 1962 legte er in diesem Beruf in Würzburg mit besten Ergebnissen die Meisterprüfung ab. Da sich in den 60er Jahren das Berufsbild des Schmieds grundlegend änderte und durch die Landmaschinen ein neuer Berufszweig entstand, hat Bruder Odo auch diesen Beruf erlernt und die Meisterprüfung als Landmaschinenmechaniker abgelegt.

Er arbeitete in dieser Zeit in der Schmiede und der Landmaschinenwerkstätte der Abtei, wo es für das Klostergut viel zu tun gab. Zwischendurch war er auch einige Zeit in einem Gutshof des Klosters in der Oberpfalz, in der Nähe von Schwandorf, eingesetzt.

1964 begann für Bruder Odo ein ganz neuer Lebensabschnitt. Seine beiden Berufe als Schmied und Landmaschinenmechaniker sowie Kenntnisse als KFZ-Mechaniker waren die besten Voraussetzungen für einen Einsatz im Missionsgebiet von Peramiho in Tansania, in das er 1964 gesandt wurde. Die Abtei Peramiho liegt mitten in der afrikanischen Landschaft, weitab von der nächsten größeren Stadt. So gab es dort für Bruder Odo viel zu tun. Die Autos, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte, die auf den schlechten Straßen oft nicht mehr weiterfahren konnten, hat Bruder Odo alle wieder zum „Laufen“ gebracht. Dabei musste er mit viel Ideenreichtum und guten Einfällen ans Werk gehen, denn in Afrika ist es nicht so einfach möglich, in der nächsten Stadt ein Ersatzteil zu besorgen. Aber ihm fiel immer eine Lösung auch für schwierige Fälle ein. Er hat zudem den 100 Lehrlingen, die er ausgebildet hat, die Grundlage für ihr weiteres Leben mitgegeben.

2008 musste Bruder Odo aus gesundheitlichen Gründen nach Münsterschwarzach zurückkehren. Es fiel ihm nicht leicht, sein geliebtes Tansania und die dortigen Menschen zu verlassen. Aber auch in Münsterschwarzach ist er nicht untätig, er bringt sich trotz seiner 80 Lebensjahren noch in vielen Arbeitsbereichen ein, was seine Mitbrüder sehr zu schätzen wissen und dankbar dafür sind. 

Bruder Manuel Witt OSB

Veröffentlicht am 18.02.2018 um 20:00 von Walter Sauter unter Abtei Aktuell - Nachrichtenliste auf der Abteiseite
Bruder Boniface Hampel (Mitte) wurde von Abt Michael Reepen (rechts) und Prokurator P. Noach Heckel (links) aus seinem Dienst in der Prokura verabschiedet.
Walter Sauter

Der Amerikaner nimmt seinen Hut

Bruder Boniface Hampel war 58 Jahre für die Missionsprokura im Einsatz – Stationen in Europa, Amerika und Afrika – Von Abt Michael Reepen und Prokurator P. Noach Heckel verabschiedet

Berlin, Münsterschwarzach, Schuyler (USA), Ndanda (Tansania), Rom, Würzburg und wieder Münsterschwarzach –allein die Stationen auf dem Lebensweg von Bruder Boniface Hampel OSB lassen erahnen, wie vielfältig die Erfahrungen in den bald 80 Jahren seines Lebens und Wirkens waren. Am 1. Februar schloss er nun ein weiteres Kapitel: Bruder Boniface legte seine Aufgaben in der Missionsprokura, die Betreuung der Spender aus England und Irland, in jüngere Hände. Abt Michael Reepen OSB und Missionsprokurator Pater Noach Heckel OSB ließen es sich nicht nehmen, Bruder Boniface mit einem von den Mitarbeiterinnen der Prokura liebevoll gestalteten „American Breakfast“ Feier zu verabschieden.

„Bruder Bon“, wie er im Kloster genannt wird, hat nach den Worten von Abt Michael immer den richtigen Ton bei den Spendern getroffen und ist bei den Menschen gut angekommen. Pater Noach lobte die „klaren Prinzipien“, die Bruder Boniface beim Umgang mit Geld bewiesen hat. „Es war für dich nicht nur ein Job, deine Hingabe war spürbar“, sagte er.

16. März 1970, Lincoln/Nebraska, Federal Building: Es war ein ganz wichtiger Moment im Leben von Brother Boniface. Er erinnert sich: „Wir nahmen im Gerichtssaal auf den Sitzen der Geschworenen Platz. Nach der Belehrung durch einen Richter leisteten wir einen Eid und wurden dann als US-Bürger begrüßt“. Zur Erinnerung gab es eine kleine US-Flagge und ein Einbürgerungs-Zertifikat. Doch das Wichtigste hat sich im Herzen von Bruder Boniface abgespielt. „Ich spürte eine innere Freiheit, die bis heute angehalten hat“, erzählt er. So ist er bis heute dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten innerlich treu geblieben, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass in seinem Arbeitszimmer die US-Flagge hängt.

Doch nun der Reihe nach: Geboren wurde Brother Boniface 1938 in Berlin und auf die Namen Walter Achim Reinhold getauft. Nach der Schule machte er eine kaufmännische Lehre, in der Freizeit engagierte er sich in der katholischen Jugendarbeit. Die führte ihn nach St. Ottilien, wo er erste Kontakte zu den Benediktinern knüpfte. Bei einer Maiandacht spürte er beim Schwenken des Weihrauchfasses „ein Zupfen an der Seele, ein Ziehen zu Gott“. Und als er hörte, dass die Möglichkeit besteht, bei den Benediktinern als Laienbruder in die Mission zu kommen, da entschloss er sich, ins Kloster zu gehen. 1959 trat er in Münsterschwarzach ein und am 1. Mai 1964 legte er seine Ewigen Gelübde ab. Bereits ein Jahr später wanderte er in die USA aus.

Zunächst hieß es für ihn: Englisch büffeln, bevor er in unserem Priorat Schuyler in der Prokura eingesetzt wurde. Auch um die Jugend kümmerte er sich mit großem Engagement. Er leitete 25 Jahre eine Gruppe der „Knights of Columbus“, der bis zu 40 männliche Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren angehörten. „Wir konnten einige erste Preise ergattern“, erzählt er nicht ohne Stolz.

1984 ging es zurück über den Teich – nach Afrika. Er wurde in der kleinen Prokura der Abtei Ndanda eingesetzt und verfasste zudem auf seiner elektrischen Schreibmaschine die Korrespondenz für den Bischof von Mtwara. Auch koordinierte er die Hilfslieferungen, die per Schiff aus den USA im Hafen von Daressalam ankamen. Von der amerikanischen Regierung wurden Weizen, Milchpulver und Butteröl für die arme Bevölkerung Tansanias angeliefert, später kamen Container mit Möbel, Konserven und Kleidung. „Es war eine bewegte Zeit, in der wir viel helfen konnten“, erinnert sich Bruder Boniface.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland kehrte der rührige Mönch wieder zurück nach Nebraska. Das Kloster wollte ein Exerzitienhaus bauen. Und da er früher in der Baukommission tätig war, wurde er mit der Aufgabe betraut. Brother Boniface: „Wir wussten erst nicht so recht, wo wir das Gebäude hinstellen sollten. Aber als ich beim Spazierengehen einen Regenbogen über einem freien Stück Land neben dem Kloster gesehen habe, fasste ich dies als Zeichen auf, dorthin zu bauen.“ Ein kleiner See wurde angelegt und in zweieinhalb Jahren Bauzeit entstand das Gebäude. Bis heute wirkt das „Saint Benedict Retreat Center“ segensreich für viele Menschen in den USA.

Nach Schuyler ging es für Bruder Boniface ein halbes Jahr nach Rom, wo er aufgrund seiner guten englischen Sprachkenntnisse als Sekretär des Abtprimas in San Anselmo tätig war. Zurück in Deutschland war er auch an einer wichtigen Schlüsselstelle, an der Pforte, tätig. Erst im Haus St. Benedikt in Würzburg, später in der Abtei Münsterschwarzach. 2011 übernahm er schließlich von Bruder Raimund die englischsprachige Mission. Da hieß es wieder für ihn: Korrespondenzen führen, Kontakte pflegen. Rund 2000 persönliche Antworten hat er im Jahr verfasst, vier Mal im Jahr hat er Briefe an alle Wohltäter in England und Irland geschrieben, zum Beispiel bei der „St. Joseph Novena“ oder dem „Poor Soul Drive“.

Seine Arbeit, so Bruder Boniface, hat ihm Freude bereitet. „Ich habe mich bemüht, mein Bestes für die Abtei und die Mission zu tun und Gott zu dienen“, sagt er mit einem milden Lächeln. So scheidet er nach insgesamt 58 Jahren für die Prokura an verschiedenen Stationen in Europa, Amerika und Afrika mit einem durchweg positiven Gefühl.

Das Buch "Abriss der Bienenzucht" von P. Canisius Kügelgen OSB
P. Maximilian Grund OSB

Nach 100 Jahren wieder „Bienenzucht“ in Korea

Buch über Bienenzucht geht als Dauerleihgabe nach Südkorea. Feierstunde in der Abtei Münsterschwarzach.

Am Samstag, den 27. Januar 2018 übergab die Abtei Münsterschwarzach das letzte erhaltene Exemplar eines koreanischen Bienenzuchtbuches an Abt Blasio Park von der Abtei Waegwan (Südkorea). Die Übergabe fand im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Festsaal der Abtei Münsterschwarzach statt.

Wegen eines kleinen unscheinbaren Buches, dass seit Jahrzehnten unbeachtet in der Bibliothek der Abtei Münsterschwarzach eingeordnet war, kam eine hochrangige Delegation aus Korea nach Münsterschwarzach. Neben dem Abt der Abtei Waegwan, Blasio Park, kamen auch der Landrat des Landkreises Chilgok, zudem Waegwan gehört, sowie der Geschäftsführer der Stiftung für koreanisches Kulturerbe in Übersee.

Pater Canisius Kügelgen OSB, Koreamissionar aus der Abtei Schweikelberg, schrieb das Buch „Abriss der Bienenzucht“ Anfang des 20. Jahrhunderts wohl aus Freude an seinem Hobby und aus Liebe zu den Bienen. Neben dem Evangelium wollte er auch die Kunst der Bienenzucht den Menschen in Korea weitergeben. Vermutlich hätte er nie gedacht, dass sein Buch eines Tages solch eine Aufmerksamkeit gewinnt, dass 100 Jahre später sogar die koreanische Presse darüber berichtet. Von dem 1918 hektografisch vervielfältigten Buch existiert heute nur noch dieses eine Exemplar, welches Pater Canisius damals auf Koreanisch in der Abtei Seoul verfasste.

Das Buch kehrt nun nach über 100 Jahren als Dauerleihgabe nach Korea zurück. Abt Michael übergab es den koreanischen Gästen mit dem Wunsch, es möge in den Herzen vieler Menschen die Freude an Gottes schöner Schöpfung wecken und den Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung fördern.

Geplant ist, das Buch in einem Bienenmuseum des Landkreises Chilgok der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Mönchsgemeinschaft von Kairo mit Abtpräses Jeremias Schröder (Mitte) und Abt Michael Reepen (daneben).
Abtpräses Jeremias Schröder

Kloster in Ägypten errichtet

Abtpräses Jeremias Schröder und Abt Michael Reepen in Kairo, um den Fortgang der Gründung zu begleiten – Große Sehnsucht nach geistlichen Orten und echtem Gemeinschaftsleben

Nach langer und sorgfältiger Prüfung hat sich die Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien dazu entschlossen am 8. Dezember 2017 das Kloster des Hl. Benedikt in Kairo kanonisch zu errichten. In den letzten Tagen waren Abtpräses Jeremias Schröder OSB (St. Ottilien) und unser Abt Michael Reepen OSB in Kairo, um den Fortgang der Gründung zu begleiten.

Am 6. Januar hat der erste ägyptische Benediktiner, Br. Arsanio, seine zeitlichen Gelübde abgelegt. Br. Pio, der sein Noviziat wegen bürokratischer Schwierigkeiten unterbrechen musste, hat es am 20 Januar neu begonnen.

Zusammen mit zwei kenianischen Mitbrüdern – Br. Bruno und dem Gründungsoberen P. Maximilian, leben sie in Kairo, in einem gemieteten Haus im Stadtteil Moqqatam. Für die Zukunft vielleicht bedeutsamer sein wird ein Landgrundstück in der Nähe der Stadt Isamiliya, nicht weit vom Suez-Kanal. Dort werden Mangos, Orangen und Oliven angebaut, und neuerdings auch Datteln.

Die koptischen Bischöfe im Land freuen sich über das Kommen der Benediktiner. Einer sagte mit entwaffnender Schlichtheit: „Die Orthodoxen haben drei Klöster in meiner Diözese, und wir Katholiken gar nichts.“ Die Sehnsucht nach geistlichen Orten und nach echtem Gemeinschaftsleben ist groß, und fast ständig sind junge Männer im Haus, die mehr über das Klosterleben erfahren wollen.

Wie benediktinisches Klosterleben in Ägypten und unter der koptisch-katholischen Kirche genau aussehen wird, wurde bei diesem Aufenthalt immer wieder zwischen den beiden deutschen Äbten, den kenianischen Missionsbenediktinern und den jungen koptischen Mönchen intensiv besprochen. Allmählich entsteht eine eigenständige Form benediktinischen Lebens, die auf die Verhältnisse des Landes und der ägyptischen Christen abgestimmt ist.

Am 9. März wird der Patriarch in einer kleinen Feier den offiziellen Beginn des benediktinischen Klosterlebens feiern. Und dann beginnt der benediktinische Alltag in Ägypten. 

Dichtgedrängt saßen die jungen Leute im Altarraum, Chorgestühl und Seitenschiff.
Thomas Tribula

Versöhnungs-Stationen und Gottes glühendes Herz

500 junge Leute bei der „Nacht der Versöhnung“ in der fast nur mit Kerzen beleuchteten Abteikirche

Auch in diesem Jahr fand in der Abteikirche in Münsterschwarzach wieder eine große Jugendvesper als „Nacht der Versöhnung“ statt. Der Einladung waren über 500 Jugendliche, Junge Erwachsene und „Junggebliebene“ gefolgt.

In der fast nur mit Kerzen ausgeleuchteten Kirche konnten die Jugendlichen – wie auf einer Landebahn „bei sich selbst, bei den anderen und bei Gott landen“. Verschiedene Lieder, Gesänge, ein Psalm aus der Tradition der Mönche, ein Lesungstext, die Predigt und dann vor allem die vielen „Versöhnungs-Stationen“ luden alle ein, alten Ballast abzuwerfen und die Herzen von aller Dunkelheit, aller Traurigkeit und allem, was belastet, zu befreien.

Das geschah in (Beicht-) Gesprächen, Segensangeboten, der Möglichkeit, Fürbitten zu schreiben und in eine „Klagemauer“ zu stecken, Kerzen in eigenen Angelegenheiten anzuzünden, „alte Wunden“ in Form von Weihrauchkörnern Gott in sein glühendes Herz (auf glühende Kohlen) zu legen und verwandeln zu lassen.

Alle waren eingeladen, wieder zum eigenen, ursprünglichen Leuchten eines einzigartigen Sternes im ganzen Kosmos zurückzufinden!

Pater Jesaja Langenbacher OSB

Jugendliche und junge Erwachsene sind zur „Nacht der Versöhnung“ am Freitag, 19. Januar, eingeladen.
Thomas Tribula

Lass dich wieder versöhnen!

Zur „Nacht der Versöhnung“ sind am Freitag, 19. Januar, Jugendliche und junge Erwachsene eingeladen - Band „Nexus 42“ sorgt für den musikalischen Rahmen

Am Freitag, 19. Januar, gibt es um 19.30 Uhr eine besondere Jugendvesper in der Abteikirche: die „Nacht der Versöhnung“. Hierzu laden die Jugendarbeit der Abtei sowie die Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit in Kitzingen Jugendliche und junge Erwachsene ein.

Wir alle machen immer wieder Fehler und verlieren uns. Oder verlieren vielleicht auch durch einen Streit eine Freundin, einen Freund. Wir erfahren uns als „vom Leben getrennt“, wie abgeschnitten, allein, verlassen, einsam, fühlen uns nicht wohl in unserer eigenen Haut.

Die „Nacht der Versöhnung“ möchte mich wieder in Kontakt mit mir selbst bringen, so dass ich erfahren kann, dass ich so sein darf wie ich bin. Ich bin zutiefst angenommen und geliebt! Und gerade dann, wenn ich mich verloren habe, darf ich wieder zurückfinden zu mir und in meine eigene innere Mitte – dort, wo Gott wohnt und tiefer Friede ist. Komm einfach! Mach mit und lass Dich wieder versöhnen!

Für den musikalischen Rahmensorgt die Band „Nexus 42“.

Plakat Nacht der Versöhnung
Veröffentlicht am 15.01.2018 um 17:18 von Walter Sauter unter Aktuell - Nachrichtenliste auf der Abteiseite Jugend
Schlüsselübergabe mit Abt Michael Reepen (Mitte): Bruder Alfred Engert (li) hat zum Jahresbeginn 2018 die Leitung der Klosterdruckerei an Michael Blaß (re) übergeben.
Benedict Press

Ein Leben zwischen Bleisatz und Offsetdruck

Bruder Alfred Engert OSB nach 54 Jahren Tätigkeit in der Klosterdruckerei als Leiter verabschiedet - Michael Blaß sein Nachfolger

Stabilitas, also Beständigkeit, ist neben Gehorsam und klösterlichem Lebenswandel eines der drei Gelübde, die jeder Benediktiner bei seiner Profess ablegt. Und diese Beständigkeit hat Bruder Alfred Engert OSB (70) gleich in mehrfacher Hinsicht beeindruckend bewiesen. Denn er ist nicht nur seit rund einem halben Jahrhundert Mönch der Abtei Münsterschwarzach, sondern auch beruflich äußerst beständig: Nach sage und schreibe 54 Jahren Tätigkeit in der Klosterdruckerei ist er zum Jahresbeginn 2018 als deren Leiter verabschiedet worden. Nachfolger ist sein langjähriger Mitarbeiter Michael Blaß.

Bruder Alfred als Urgestein der Druckerei zu bezeichnen ist sicher nicht falsch. Doch er ist weit mehr als das. Fast könnte man sagen, er war die Druckerei. Denn sein Wissen ist enorm. Er kennt jeden Kunden, jedes Druckprodukt, jeden Produktionsweg. Und dieses Wissen ist nicht nur graue Theorie. Er steigt selbst auf den Gabelstapler, wenn ein LKW beladen werden muss. Er kann von jedem Bild sagen, in welchem Buch oder Flyer es zu finden ist, selbst wenn es Jahrzehnte zurück liegt, und er kennt seine Mitarbeiter und Maschinen aus dem ff.

Bruder Alfred stammt aus dem winzigen Weiler Sträublingshof, wo er mit seinen sechs Geschwistern auf dem elterlichen Hof aufwuchs. Doch wie kommt ein Bub aus dem „Gottesgarten am Obermain“ nach Münsterschwarzach? Ganz einfach: Seine Tante Helene war Küchenschwester in der Abtei. Als der Siebenjährige sie besucht, ist er fasziniert von der Kirche: ihrer Größe, ihrer Weite und den vielen Palmen. Und als die Frage auftauchte: „Was soll der Bub werden?“ gab eine Ausgabe unserer Missionszeitschrift „Ruf in die Zeit“ den Ausschlag. „Vielleicht haben die dort eine Druckerei, wo er was lernen kann“, war der Gedanke.

Gesagt, getan. Der Betrieb wurde besichtigt und im September 1963 bestieg der Bub aus der Provinz, der damals noch Johannes hieß, den „Bayreuther Bus“, der ihn über Bamberg und Ebrach nach Schwarzach brachte. Dort angekommen entschied ein Diktat von Bruder Sturmius Stöcklein darüber, was er lernen sollte. Setzer oder Drucker? Da er weniger Fehler als sein „Konkurrent“ machte, lernte er Schriftsetzer. Das bedeutete Bleisatz an der großen Linotype-Maschine, neue Fachbegriffe wie Cicero, Punkt oder Steg lernen, aber auch ein Leben im Lehrlingsheim St. Placidus mit 45 anderen Zöglingen im großen Schlafsaal. Bruder Alfred lächelt: „Es war eine schöne Zeit.“

1966 trat er ins Kloster ein. Sein Noviziat verbrachte er überwiegend in der Druckerei „weil dort Leute fehlten“. 1969, ein Jahr nach seiner Zeitlichen Profess, wurde mit der „Roland Favorit“ die erste Offsetmaschine angeschafft. Und Bruder Alfred war der erste, der von 1970 bis 1972 eine Lehre für diese ganz neue Form des Drucks absolvierte. „Das war eine völlig neue Welt“, sagt er und ist bis heute davon begeistert, dass er die Entwicklung vom Blei- zum Photosatz hautnah miterleben durfte.

All diese Erlebnisse konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bruder Alfred tief in seinem Herzen einen Traum hatte: Eigentlich wollte er als Missionar nach Afrika gehen. So war er hocherfreut, dass er nach seiner Feierlichen Profess 1974 und dem Besuch der Meisterschule in Biberach 1976/77 für zehn Wochen nach Tansania reisen durfte. Pater Sebald Hofbeck wollte im Kloster Ndanda die Druckerei neu einrichten. Und Bruder Alfred wurde als Berater nach Afrika geschickt. Er und Bruder Markus Forster hatten den Auftrag, von der Druckmaschine bis zum Tesafilm alles neu anzuschaffen. Und noch ein Bezug zur Mission blieb: Von 1976 bis 2015 wurden 15 Mitbrüder aus Korea, Tansania und Togo in der Druckerei in Münsterschwarzach ausgebildet.

Auch wenn er als Leiter der Druckerei verabschiedet wurde, ein kleines Büro hat Bruder Alfred weiterhin. Denn den Münsterschwarzacher Bildkalender, den er seit zehn Jahren verantwortet, will er auch für 2019 mitgestalten. Ansonsten beschreibt er sein Gefühl so: „Ich wollte nicht, dass die Mitarbeiter sich die Frage stellen: Wann geht er denn endlich? Ich bin erleichtert und fühle mich wohl“. Und nur Freizeit wird es wohl auch nicht werden. „Ich kann kranke und ältere Mitbrüder ausfahren, mich um Gäste kümmern oder die Straße fegen“, sagt er mit einem für ihn so typischen verschmitzten Lächeln.

Sein Nachfolger, der Medienfachwirt Michael Blaß, kam 1988 in die Druckerei und hat dort das Handwerk von der Pike auf gelernt. Kalkulation, Produktionsplanung, Druckvorstufe und Kundenkontakte waren bisher sein Hauptaufgabengebiet. Blaß, Jahrgang 1973, ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

„Jesus stellt sich bei der Taufe im Jordan als einer von uns in die Reihe der Umkehrenden und der Täuflinge“, sagte Pater Jesaja Langenbacher OSB in seiner Predigt.
Abteiarchiv

„Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser!“

Predigt von Pater Jesaja Langenbacher OSB in der Abteikirche Münsterschwarzach am Fest der Taufe des Herrn, 7. Januar 2018, Lesejahr B, Evangelium nach Markus 1, 7-11

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

wir alle haben Hunger und Durst nach Leben, nach einem Leben in Fülle. Wir sehnen uns nach einem Leben, in dem alles stimmt, alles passt. Wir sehnen uns nach Glück, Gelassenheit, Freude und tiefem inneren und äußeren göttlichen Frieden! 

Und wie suchen wir uns diese Sehnsucht zu erfüllen? Gerade vor Weihnachten konnten wir diese Erfahrung wieder machen: wir kaufen und bezahlen mit Geld, was uns nicht nährt. Wir bezahlen mit dem Lohn unserer Mühen, was uns letztendlich nicht satt macht, diesen Hunger und Durst nach einem Leben in Fülle nicht stillt.

Die vielen Menschen, die zur Zeit Johannes des Täufers zu diesem in die Wüste zogen, haben sich diese Erkenntnis zu Herzen genommen. Sie sind ihrer Sehnsucht nach einem „Leben in Fülle“ gefolgt. Sie haben Johannes geglaubt, dass der einzige Weg zu einem solchen Leben über die „Umkehr“ geschieht, allein zu Gott umzukehren, sich IHM wieder zuzuwenden, der letztendlich dieses Leben in Fülle schenken kann.

Die Fülle des Lebens kann nur mit dem Herzen wahrgenommen werden. Und gerade unsere Herzen sind oft wie eingehüllt oder eingetrübt von verschiedenen Erfahrungen, Emotionen und Gedanken: als Kinder wurden wir nicht immer als die gesehen und geliebt, die wir eigentlich von Gott her sind; wir wurden enttäuscht, vielleicht verraten, verletzt – und wohl das Schlimmste, wir haben das Gefühl für die Einheit mit allen Menschen, der ganzen Schöpfung und mit Gott verloren.

Diese größte Tragik des Lebens wird uns im Buch Genesis in der Geschichte von Adam und Eva berichtet: sie wurden aus dem Paradies, dem Be-Reich Gottes hinaus geworfen und mussten von da an unter Mühsal ihr Leben gestalten. Sie haben „den Himmel verloren“ – und wir als ihre Nachkommen – auch. Alles Tun, Arbeiten, Mühen von unserer Seite bringt uns nicht in diese Erfahrung von Einheit zurück – wir können uns das nicht verdienen. Und so bleibt unser Tun letztendlich erfolglos und leer.

Aber wie wir es aus der Heilsgeschichte wissen, lässt uns Gott doch nicht allein. Immer wieder hat er im Alten Testament den Menschen seinen Bund angeboten, seine neue „Ver-Bund-en-heit“, seine mütterlich-väterliche Beziehung. „Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen“, so schreibt es der Prophet Jesaja. „Hört, dann werdet ihr leben.“

Das Ziel aller Verheißungen Gottes ist, dass wir wieder zurück zu seinem Bund finden, in die ursprüngliche Einheit. Der Weg, der hier beschrieben wird, geht über das Hören, die Suche nach Gott, das Rufen nach ihm im Gebet und schließlich die Umkehr – sich ihm mit ganzem Herzen wieder zuzuwenden.

Von dieser „Umkehr“ predigt auch Johannes der Täufer. Und seine „Taufe mit Wasser“ im Jordan soll alles Alte, Lebenshinderliche, alle Wunden im Ein-Fluss-Be-Reich Gottes abwaschen. Neben dem „Abwaschen des alten verwundeten Menschen“ soll der Jordan den Menschen gleichzeitig im „Ein-Fluss-Be-Reich Gottes“ erneuern und ihn die Einheit mit Gott spüren lassen.

Jesus stellt sich als einer von uns, als Mensch, „ganz normal“ in diese Reihe der Umkehrenden und der Täuflinge. Mit ihm geschieht beispielhaft, was Gott für uns alle vorgesehen hat: nachdem alles Vergangene abgewaschen ist, sollen und dürfen auch wir erfahren, dass wir geliebte Töchter und Söhne Gottes sind.

Wie Weihnachten uns in die Erfahrung führen möchte, dass Gott auch in unseren Herzen immer wieder geboren wird, so sollen wir mit Jesus im Jordan in den „Ein-Fluss-Be-Reich Gottes“ eingetaucht werden, in die Erfahrung, dass Gott uns „mit seinem offenen Himmel“ von allen Seiten umgibt.

Wir sind eigentlich nie „aus Gott herausgefallen“. Wie die Luft uns hier in der Kirche umgibt, so umgibt uns Gott. Wie der Weihrauch das Licht sichtbar macht, in dem wir immer stehen, so umgibt uns Gott. Wie die Klänge der Orgel und der Gesänge uns von allen Seiten umgeben, so umgibt uns Gott.

Jede Kirche selbst ist eine äußere Gestalt für den Himmel Gottes: in Barockkirchen werden die Engel und himmlische Bilder ausgestellt, in manchen Kirchen wird durch einen gelben oder leichten rosa Farbton die Gegenwart der göttlichen Liebe angedeutet. Der himmlische „Ein-Fluss-Bereich“ ist schon auf der Erde! Jede Kirche ist auch wie ein Mutter- oder Vaterschoß, in dem die Kinder des Lichtes – wir sind damit gemeint – durch den Heiligen Geist neu geboren werden.

Wenn wir in eine Kirche gehen, betreten wir diesen „Ein-Fluss-Be-Reich Gottes“, betreten wir das Himmelreich, das Herz Gottes selbst. Jedes Mal dürfen wir uns die Alt-Lasten von IHM davon schwemmen lassen. Jedes Mal dürfen wir uns wie die kleine Hostie im Kelch durchtränken lassen von seinem Blut, d.h. von Christi heilendem heilmachendem Geist. Jedes Mal sind wir eingeladen, dass wir unseren verwundeten Leib in seinem Herzen heilen lassen dürfen.

Lassen wir uns die heilende Stimme Gottes jeden Tag tief in unser Herz sprechen: „Du bist meine geliebte Tochter, Du bist mein geliebter Sohn. Du gefällst mir!“ Amen.

Pater Jesaja Langenbacher OSB

Die Krippe in der Abteikirche Münsterschwarzach stand im Mittelpunkt der Weihnachtspredigt von Abt Michael Reepen.
Walter Sauter

„Dann sind wir alle Krippe“

Predigt von Abt Michael Reepen OSB in der Abteikirche Münsterschwarzach bei der 1. Weihnachtsvesper - Während der Predigt ging Abt Michael mit dem Kind aus der Krippe zu den Gottesdienstbesuchern

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Mitbrüder,

es ist der 4. Advent und Heilig Abend.
Als Kind sagten mir die Eltern: Wenn die vierte Kerze brennt, dann kommt das Christkind - und ich weiß noch wie enttäuscht ich war, dass die vierte Kerze angezündet wurde und man dann immer noch einige Tage, manchmal fast eine Woche auf Heilig Abend warten musste. Aber in diesem Jahr stimmt es.

Zu Ihrem und unserem Heilig-Abend-Ritual gehört der Besuch dieser ersten Weihnachtsvesper. Ich nehme an, Sie haben zuhause schon alles gerichtet, der Baum steht und ist geschmückt, der Abend gut geplant - so wie immer…
… und dazu gehört auch eine Krippe. Manche Familien haben Krippen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, andere haben sich bei der Gründung der Familie eine Krippe gekauft oder mit den Kindern selbst gebastelt.
Sie erinnert uns beim Betrachten an das, was wir eigentlich feiern:
an Weihnachten wird aus dem Hören des Wortes Gottes ein Schauen und Erkennen, ein tieferes Erkennen, wer Gott ist und wer wir selber sind.

Wir in der Abteikirche haben jedes Jahr eine andere Krippe - oft aus fernen Ländern, Afrika, Südamerika, Asien oder selbst gestaltete.

In diesem Jahr ist es eine sehr klassische, traditionelle deutsche Weihnachtskrippe – wie sie vielleicht ähnliche Figuren zuhause haben, aus Gips bemalt oder in Holz geschnitzt.
Maria kniet … Josef… ein Hirte mit seinem Sohn, Schafe… die drei Könige sind auch schon da …

Als ich diese Krippe zum ersten Mal sah, dachte ich, dass die Figuren viel zu eng stehen. Es bräuchte viel mehr Platz, viel mehr Raum.
Dann hat Pater Meinrad die Figuren einmal etwas weiter auseinander gestellt und es wurde deutlich, dass die Teilnehmer der Krippe alle irgendwie auf den Boden schauen … und nicht auf das Kind. Sie müssen so eng stehen, damit sie das Kind sehen, und dieses enge Zusammenrücken, drückt auch etwas von der Geborgenheit aus, von wirklich Zusammenstehen um die Mitte … sie drängeln sich…

Alle schauen auf das Kind, alle haben Blickkontakt mit dem Kind.
Und das kleine Kind wird nicht rot, es ist ihm auch nicht peinlich, wenn alle auf es schauen, es scheint sich eher zu freuen.
Vielen von uns ist es peinlich, wenn alle auf uns schauen, wenn wir im Mittelpunkt stehen, uns fällt dann nichts mehr ein, wir werden eher rot und kommen ins Schwitzen.

Das Kind in der Krippe, wie jedes kleine Kind, es ist einfach nur da. Es ist ganz es selber, es ist ganz unverstellt, rein, heil, heilig.
Und wenn wir kleine Kinder anschauen, dann kommt etwas zurück zu uns, es verändert unseren Blick, und oft entlockt es uns ein Lächeln, eine Freude, es öffnet unser Herz.

Nicht nur, dass die Figuren zu eng zusammenstehen, es fehlt auch das Krippenhaus wie wir es kennen, der halb verfallene Stall, das Stroh….die traute deutsche Landschaft.
Die Szene ist eingebettet in die Nabe eines Weltenrades, oder in die Mitte des Globus.
Aus der Sicht von uns Christen ist das Geschehen von Weihnachten, die Menschwerdung Gottes, die Nabe, das innerste Pünktchen, die Mitte der Welt.

Dass wir uns nicht missverstehen, wir stellen uns nicht über andere Religionen, als ob wir etwas Besseres wären – aber wir glauben, dass durch die Liebe Gottes, die in Jesus sichtbar wurde, alle Menschen angenommen und geliebt sind, jeder Einzelne.
Und deshalb sind die vielen Gesichter sehr passend, es sind alles verschiedene Gesichter, aus aller Welt, sie wiederholen sich nicht, meines und Ihres sind auch dabei.

Oder wir könnten es auch umdrehen - und vielleicht passt es so noch besser:
Wir sitzen hier und schauen von außen auf die Krippe, auf den Globus, das Weltenrad,
wir schauen auf die Bilder, aber eigentlich möchte das Kind bei uns, mitten unter uns hier sein.
Wäre es nicht noch stimmiger, wenn wir das Kind aus der Krippe nehmen und es zu Ihnen, zu uns, in unsere Mitte legen … dann sind wir alle Krippe…. gehören alle dazu: Josef, Maria, Melchior, Oliver, Frank, Petra…. sind eine lebendige Krippe.
Es ist für Gott eine große Freude bei den Menschen zu wohnen.

Oder stimmt es vielleicht noch mehr, wenn ich das Kind ganz zur mir nehme, ganz in mich hinein nehme, ich selbst zur Krippe werde und spüre: Er ist die Mitte meines Lebens, er ist in mir, er will in mir geboren werden - es ist seine Freude, bei mir zu wohnen.

Liebe Schwestern und Brüder,
Weihnachten ist nicht außen, es ist innen und es geht um das innerste Pünktchen, die Nabe, den Mittelpunkt der Welt – es geht um Dich und mich.

In diesem Sinne Ihnen und uns allen einen gesegneten Heiligen Abend und eine frohe Weihnacht! Amen. 

Abt Michael Reepen OSB

 
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