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Auferstehen aus der Asche

Das Konfetti von Fasching ist weggefegt, am Aschermittwoch startet die Fastenzeit. Statt der bunten Papierschnipsel steht das Aschekreuz im Mittelpunkt. Auch in der Abteikirche konnten die Gläubigen dieses beim Konventamt empfangen. Doch trotz Buße und Verzicht geht es um eine frohe Botschaft. Denn am Ende der Fastenzeit steht Ostern. Bis dahin sind die kommenden Wochen eine Einladung zum Innehalten.

Worum geht es in der Fastenzeit?
Für Christinnen und Christen ist es eine Zeit, um sich aktiv mit dem Leiden und Sterben Jesu auseinanderzusetzen. Viele Gottesdienste, Andachten, aber auch das stille Gebet laden dazu ein. Die Fastenzeit lässt sich als Bruch im Alltag verstehen. Sie hilft einerseits, sich bewusst auf das eigene Leben zu besinnen. Andererseits ist es ein Aufruf, die persönliche Verbundenheit mit Jesus Christus zu erkennen. Er hat das Kreuz für alle Menschen getragen und die Welt erlöst.

Was gehört zur Fastenzeit?
Drei Punkte stehen im Mittelpunkt. Christinnen und Christen sind aufgerufen, in der Fastenzeit zu beten, zu fasten und zu geben. Der ausdrückliche Verzicht ist ein Zeichen der Buße und Besinnung. Auf diese Weise sollen sich Gläubige bewusst auf Ostern vorbereiten. Zudem sind die Gläubigen angehalten, Bedürftige mit einer Spende zu unterstützen.

Wie lange dauert die Fastenzeit?
Die Fastenzeit umfasst 40 Tage. Hier gibt es einen direkten Bezug auf die Bibel. Jesus ging nach seiner Taufe in die Wüste und fastete dort 40 Tage. Auch an anderen Bibelstellen spielt diese Zahl eine wichtige Rolle. So umspannte die Begegnung von Moses mit Gott auf dem Berg Sinai 40 Tage.

Laut liturgischem Kalender startet die Fastenzeit am Aschermittwoch und geht bis Gründonnerstag. Beim Nachrechnen lässt sich feststellen, dass dies keine 40 Tage ergibt. Tatsächlich ist es etwas komplizierter. Sonntage gelten nicht als Fastentage, sie werden somit nicht mitgezählt. Umgekehrt gehören Karfreitag und Karsamstag zwar bereits zu den österlichen drei Tagen (Triduum Sacrum). Rechnet man sie als Fastentage mit, ergeben sich genau 40 Tage.

Was hat es mit dem Aschekreuz auf sich?
Zum einen symbolisiert es den Auftakt der Fastenzeit. Zum anderen steht das Aschenkreuz für die Hoffnung aller Christen. Jesus ist auferstanden, er hat den Tod überwunden. Daran erinnern auch die Worte bei der Spendung: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst.“ Das Besinnen auf die eigene Vergänglichkeit und der Segen des Neugbeginns liegen hier ganz dicht beieinander. Die Asche stammt von gesegneten Palmzweigen aus dem vergangenen Jahr, die verbrannt werden.

In den kommenden Wochen begleiten wir Sie mit Impulsen durch die Fastenzeit. Die Texte veröffentlichen wir auf unserer Internetseite. Die Inhalte wurden von unseren Mönchen zusammengestellt.