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Kreuz in Asche gezeichnet und Palmzweig in einem violetten Rahmen

Impulse zur Fastenzeit

Aschekreuz

Zum Auftakt unserer Reihe gibt es einen Text von P. Anselm Grün.

  

Am Aschermittwoch streut der Priester Asche auf unser Haupt. Asche ist ein Zeichen der Buße. Aber mit Asche hat man früher auch gereinigt. Wenn die Asche auf unser Haupt gestreut wird, bedeutet das, dass die Reinigung in der Fastenzeit mit unserem Denken beginnt. Da geht es darum, unsere Gedanken zu reinigen von den ständigen Bewertungen und Verurteilungen, die unbewusst in uns ablaufen.

Eine Aufgabe in der Fastenzeit besteht daher darin, auf unsere Gedanken zu achten. Wo urteile ich innerlich über andere? Oder ertappe ich mich dabei, dass ich das Verhalten der andern innerlich abschätzig kommentiere? Das Denken zu reinigen bedeutet für mich, dass ich aufhöre zu bewerten, sondern bei jedem Verhalten der andern versuche, zu verstehen, warum er sich so verhält. Statt zu bewerten, bete ich dann für ihn.