Klostergoldschmiede fertig einzigartiges Sakralgefäß
Ein Reliquiar für die Kongregation der Eucharistinerinnen in Oberkotzau – so lautete der Auftrag für die Klostergoldschmiede in Münsterschwarzach. Entstanden ist dabei ein absolutes Unikat „made in Münsterschwarzach“. Dieses Prädikat bezieht sich nicht nur auf die Kreativität und das Know-how des Schmiedeteams. Auch die bewusste Auswahl der Materialien spielt dabei eine Rolle.
Dreh- und Angelpunkt der Anfrage war der Gründer der Kongregation, der Selige Georg Matulatis. Für seine Reliquien wünschten sich die Auftraggeberinnen ein angemessenes Gefäß. Eine spezielle Voraussetzung gab es bei dem Projekt. Der Selige Georg Matulatis war in seinem Leben und Wirken ein vielschichtiger Mensch. Dieser Aspekt sollte sich im Reliquiar widerspiegeln.
Kreativ alle Register ziehen zu können, spornte die Klosterschmiede besonders an. Das lässt sich am Ergebnis erkennen. Dieses besticht durch viele Materialien und Farben. Die Basis bildet ein Kreuz aus 925er Silber, das vergoldet ist. Beeindruckend ist auch die Bandbreite der weiteren Elemente: Glas, Ebenholz, Leder, Sandstein und Leinen. Viele der Materialien sind regional, der Großteil stammt sogar direkt aus der Abtei. So kam beispielsweise das Holz vom Fair-Handel, das Leinen aus der Klosterschneiderei.
Das Herzstück befindet sich in der Mitte des Kreuzes. Dort sind die Kapseln mit den Reliquien hinter Glas eingesetzt. Damit lassen sich diese von beiden Seiten betrachten. Bei der Übergabe herrschte große Begeisterung bei den Eucharistinerinnen. Neben der professionellen Begleitung durch das Projekt überzeugte vor allem das Reliquiar selbst. Denn dieses hat die Erwartungen der Kundinnen bei Weitem übertroffen.