Weltmissionssonntag 2026: Menschen, Musik, Marktbesuch
2.500 Menschen feiern mit den Münsterschwarzacher Mönchen
Zum 33. Mal haben die Mönche der Abtei Münsterschwarzach ihr Fest zum Weltmissionssonntag gefeiert. Der Einladung folgten trotz des trüben Wetters 2.500 Besucherinnen und Besucher. Sie erwartete ein buntes Programm mit Musik, dem Markt der Möglichkeiten und verschiedenen Informationsangeboten. Im Zentrum der Veranstaltung stand Südafrika. Abt Bonfiace Kamushishi berichtete über die Situation vor Ort und die Bedeutung der Mission.
Zu afrikanischen Klängen zog der Konvent beim Festgottesdienst in die Abteikirche ein. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie lebendig die Kirche in vielen Ländern Afrikas ist“, berichtete Abt Michael Reepen von seinem kürzlichen Aufenthalt in Tansania. „Und es ist an diesem Sonntag sehr beeindruckend zu sehen, wie voll unsere Abteikirche ist mit lebendigen Menschen, die auf der Suche sind. Heute führt uns unsere Verbindung mit Afrika nach Südafrika, zur Benediktinerabtei Inkamana bei Vryheid.“ Viele Mitbrüder, so Abt Michael, hätten dort über Jahre gewirkt und Spuren hinterlassen.
Abt Bonfiace Kamushishi betrachtete in seiner Predigt den Auftrag des Weltmissionssonntags. Gott beschränke sich nicht auf ein Land, eine Kultur oder ein Volk. Vielmehr sei es sein Wunsch, dass alle Menschen seine Liebe, Barmherzigkeit und rettende Gegenwart erführen. „Es ist bemerkenswert, dass Jesus diesen Auftrag nicht perfekten Menschen anvertraut, sondern gewöhnlichen, schwachen und zerbrechlichen Leuten“, führte Abt Boniface aus. „Gott wartet nicht darauf, dass wir vollkommen sind, bevor er uns aussendet. Er lädt uns dazu ein, seine Werkzeuge zu werden, und verspricht, uns auf diesem Weg zu begleiten.“
Im zweiten Teil der Predigt ging es konkret um die Situation in Südafrika. Das Land sei, so Abt Boniface, voller Gegensätze: Schönheit, kultureller Reichtum und menschliches Potential auf der einen Seite. Auf der anderen Seite kämpften Menschen mit Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit. „Doch inmitten dieser Herausforderungen beten die Menschen, feiern Eucharistie und kümmern sich um ihre Nächsten“, berichtete er und betonte die Bedeutung von Bildung. „Bildung ist Mission. Sie öffnet Türen, die durch Armut verschlossen wurden. Wenn wir ein Kind unterrichten, eine Familie in schwieriger Lage begleiten oder uns für Versöhnung in einer gespaltenen Gesellschaft einzusetzen, dann wirken wir an der Sendung Christi mit.“
Die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes übernahm die Gruppe Pamuzinda. Sie war kurzfristig für den ursprünglich geplanten Inkamana Deanery Chor eingesprungen. Die vier Frauen und drei Männer begeisterter mit eingängigen Melodien, dynamischen Rhythmus und mitreisendem Gesang. Viele Besucherinnen und Besucher blieben nach dem Gottesdienst noch für eine Zugabe. Darüber hinaus trat die Gruppe im Lauf des Tages noch mehrfach auf.
Am Nachmittag gab es ein umfangreiches Programm. Beim Klosterbuchladen drehte sich das Glücksrad. Zudem las P. Zacharias Heyes aus dem neuen „Der kleine Mönch“-Band vor. Beim Markt der Möglichkeiten warteten viele Angebote. An den Ständen der Klosterbäckerei und Klostermetzgerei bildeten sich lange Schlangen. Aber auch die Imkereiprodukte des Egbert-Gymnasiums, der Schmuck der Goldschmiede sowie der Bücherflohmarkt waren gefragt. Die Kartoffeln der Klosterökonomie durften ebenfalls nicht fehlen. Die kleinen Gäste konnten sich in der Voltigierhalle beim Pferdeprogramm austoben, die Show von Clown Muck besuchen oder sich schminken lassen.
Großen Anklang fanden auch die Führungen über das Abteigelände sowie die Vorstellung des Ökoprojektes. Am späten Nachmittag gab Abt Boniface einen Einblick in die Herz-Jesu-Abtei Inkamana und deren Wirken. Die 120 Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit und stellten viele Fragen. Mit der Vesper um 17 Uhr klang die Veranstaltung aus.































