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Wenn bunte Vögel die Abteikirche zieren

Einmal im Jahr übernehmen Novizen und junge Mönche das Zepter in der Abtei Münsterschwarzach. Am Gedenktag der Heiligen Maurus und Placidus läuft vieles anders ab als gewohnt. Vertraute Regeln pausieren, dadurch entsteht Raum für kreative und oft lustige Ideen im Konvent.

Ein klares Zeichen, dass der übliche Klosteralltag ein Stück weit außer Kraft gesetzt ist, zeigt sich im Speisesaal. Im sogenannten Refektorium findet ein Platztausch statt. Die jungen Brüder übernehmen den Tisch des Abts. Die Klosterleitung sitzt auf den Plätzen der Novizen und Jungmönche.

Auch in der Abteikirche lassen sich an diesem Tag Veränderungen feststellen. Das Chorgestühl, manchmal auch der Altarraum, sind geschmückt. In den vergangenen Jahren saßen dort Stofftiere oder schwebten bunte Luftballons. Dieses Mal verwandelte sich der Bereich in ein Vogelparadies. Mit großem Engagement hatte die Beteiligten Dutzende Vögel ausgeschnitten und das Chorgestühl damit dekoriert.

Bei Maurus und Placidus handelt es sich um die ersten Schüler des heiligen Benedikts. Zu beiden gibt es eine Legende. Maurus rettete Placidus vor dem Ertrinken. Dabei soll er über das Wasser gelaufen sein. Zudem gilt Maurus als Nachfolger Benedikts. Er übernahm als Zweiter das Amt des Abts von Subiaco.