Aktuelles Fair-Handel

Wichtigster Partner für die Kaffeeversorgung

Nachricht – Seit 20 Jahren gibt es den Würzburger Partnerkaffee – und das geht maßgeblich auf die Initiative aus der Abtei Münsterschwarzach 1993 zurück. Zum Jubiläum stand ein besonderer Besuch in der Abtei an.

Der für den Vertrieb der rohen Kaffeebohne für den Würzburger Partnerkaffee verantwortliche Kaffeemanager David Haule hat am Dienstag die Abtei Münsterschwarzach besucht. Seit 2012 liefert die tansanische Kaffeebauern-Kooperative Mahenge Amcos die fair-trade-zertifizierten Bohnen für den Partnerkaffee. Haule ist dabei einer der wichtigsten Kontaktpartner vor Ort. In der Abtei Münsterschwarzach wird der Kaffee über den Fair-Handel vertrieben.

Leiter Klaus Brönner zeigte nicht nur die Ausstellungsräume und andere Waren, sondern erklärte ausführlich, wohin und wie viel Kaffee aus Münsterschwarzach verkauft wird. Bildungs- und Gästehäuser, Weltläden und Einzelkunden – der Würzburger Partnerkaffee ist laut Brönner eines der Grundprodukte im Fair-Handel. Im Gegenzug erklärte Haule, wie die Mahenge Amcos arbeitet.

„Die Kaffeebauern liefern ihre Ernte bei uns ab“, so Haule. In der weiteren Aufbereitung werde die rohe Kaffeebohne aus der Frucht, die einer Kirsche ähnelt, entnommen. Das Entfernen dieser letzten Fruchthülle werde in einer zentralen Fabrik vorgenommen und von dort aus verschickt. 25.000 bis 35.000 Tonnen könnten dort in einer Saison verarbeitet werden. So wichtig die Produktion und der Anbau von Kaffee ist, so wenig spielt er doch im Alltagsleben der Menschen in Tansania eine Rolle. Der Kaffemanager selbst trinke - wenn überhaupt - nur eine Tasse Kaffee am Tag.

Die rohe Bohne stammt aus der Region Ruvuma, die zu den besten Lagen für den Kaffeeanbau im Gebiet der Würzburger Partnerdiözese im tansanischen Mbinga gehört. Erst in Deutschland wird er im Langzeitverfahren bei 200 Grad geröstet. Er ist zu 100 Prozent fair gehandelt und von der unabhängigen Kontrollorganisation FLOCERT zertifiziert.

Haule zeigte sich beeindruckt von der Arbeit in Deutschland und übermittelte den Dank im Namen der 605 Mitglieder der Kooperative. Etwa 50 Prozent der gesamten Kaffeeproduktion nimmt allein der Partnerkaffee ab. Der Würzburger Partnerkaffeeverein bezahlt nicht nur faire Preise und sorgt für ein Krankenversicherungssystem, sondern investiert darüber hinaus im Rahmen eines zusätzlichen Solidarbeitrags in Hilfsprojekte vor Ort.

P. Athanasius Meixner OSB, der seit 1967 in Tansania lebt, fing 1993 an, Kaffee nach Deutschland zu importieren. Institutionalisiert wurde das Projekt 1995 mit Gründung des Partnerkaffeevereins. Zu den ersten Mitgliedern zählte die Fair-Handel GmbH unter P. Athanasius und Br. Joachim Witt OSB sowie Stadt und Bistum Würzburg, das evangelische Dekanat Würzburg, das Missionsärztlichen Institut, der Afrika-Club und die Initiative Eine Welt, vertreten durch den Würzburger Weltladen.

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