Neuer Tabernakel für die Abtei Mvimwa

Besondere Anfertigung aus der Klostergoldschmiede fertiggestellt.

Die Gold- und Silberschmiede der Abtei Münsterschwarzach hat einen Tabernakel für die neue Abteikirche im Mvimwa/Tansania angefertigt. Die unter dem Patrozinium des Heiligen Geistes stehende Kirche sollte auch diese Symbolik auf dem Tabernakel tragen. Silberschmied Andreas Jurowski zeichnete verschiedene Entwürfe bis das finale Motiv feststand: Eine silberne Taube auf goldenem Grund von der Strahlen ausgehen sollen, an deren Ende Bergkristalle und emaillierte Tropfen.

Die Schwierigkeit bei solchen Aufträgen: Nutzen und Ästhetik zu verbinden, wie etwa bei der Schließanlage. Silberschmied Michael Hornung fertigte nicht nur den gesamten Tabernakel, sondern löste auch diese Herausforderung. Die Mechanik ist handgearbeitet, massive Schließbolzen sichern die Tür. Auch die Scharniere sind durch die Ziehharmonika-Funktion besonders.

Gefertigt wurde der Tabernakel aus einem Stahltresor, welcher in der Metallwerkstatt der Abtei geschweißt wurde. Darauf sind vergoldete Messingtafeln befestigt, die Hornung mit verschiedenen Techniken bearbeitete, sodass ein scheinbar zufälliges Muster entstand. Darauf wurden die polierten Strahlen die gefassten Emaille-Tropfen und Bergkristalle fixiert. Das Innere ist mit Holz aus der Klosterschreinerei verkleidet und die Schneider der Abtei nähten den Vorhang.

Begeistert zeigte sich auch P. Anastasius Reiser OSB, der als ehemaliger Abt der Abtei in Peramiho/Tansania den Auftrag vermittelte und am Montag zum ersten Mal das fertige Kunstwerk ansehen durfte. Bald soll der Tabernakel nach Tansania verschickt werden, wo er auf einer Steinsäule in der neu gebauten Kirche seinen Platz finden soll.

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