Unsere Verstorbenen

P. Winfried Yego OSB verstorben

Ende Juli verstarb P. Winfried in Kenia, der zur Abtei Münsterschwarzach eine besondere Verbindung hatte.

Während seiner Studienzeit in Würzburg lebte P. Winfried im Münsterschwarzacher Studienkolleg St. Benedikt in Würzburg sowie in der Abtei. Von 2018 bis 2021 war er Kongregationssekretär der Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien, zu der auch Münsterschwarzach gehört. In dieser Zeit begleitete er unter anderem "ROX" ("roots to exposure"), bei dem 14 Mönche aus Afrika, Südamerika und Asien über knapp vier Wochen unter anderem die Klöster in Münsterschwarzach, Schweiklberg und St. Ottilien kennengelernt hatten. Das vor einigen Jahren von den Novizenmeistern der Kongregation gegründete Programm beginnt traditionell in der Abtei Münsterschwarzach. Zu diesem Anlass besuchte er 2019 die Abtei Münsterschwarzach zum letzten Mal, wo auch dieses Bild entstand.

In tiefer Anteilnahme gedenken Abt Michael und die Klostergemeinschaft von Münsterschwarzach ihm.

Tod Winfried Yego

Abt John Baptist aus der Abtei Tigoni schreibt folgenden Nekrolog zu seinem Tod:

P. Winfried wurde geboren am 22. Juli 1968. Er war der Sohn von Raphael Yego und seiner Frau Pauline Sokomo von Kaptung, einem Dorf in Tunyo in Elgeyo, Marakwet District. P. Winfried war der Zweitgeborene von den Geschwistern Clement, Salina, Sylvester, Emmanuel, Johnstone, Alice, Ednah, Elly und Lillian.

Charles Yego hat seine Schule angefangen in Chepkum Grundschule und hat die Oberschule besucht in Moi High School, Karba für 6 Jahre bis 1988 wo er dort seinen Abschluss machte. Dann ist er dem Nationalen Jugend Dienst beigetreten bevor er auf die Kenyatta Universität wechselte und mit einem Abschluss in Wirtschaftslehre beendete in 1993. Dann unterrichtete er in der St. Benedikt High School in Arror von wo er dann bei CCF Samburu gearbeitet hat bis zu seinem Eintritt in unser Kloster.

P. Winfried wurde von unserem verstorbenen P. Winfried Thumann getauft bevor er in unserer High School als Lehrer gewirkt hat. Er hatte seine Bereitschaft als Mönch in unserer Gemeinschaft zu leben schon im ersten Jahr als Universität Student. Er hat viel mit uns gebetet und an unseren Übungen teilgenommen und war begeistert von dem Gedanken Mönch zu werden. Mach seinem Abschluss an der Kenyatta Universität und nach einer Zeit in Samburu kam er zu uns als Aspirant und wurde als Postulant aufgenommen.

P. Winfried kam ins Postulat mit 7 anderen Aspiranten am 10 Februar 1999. Nachdem er das Noviziat bestanden hatte machte er seine ersten Gelübde am 5. Januar 2002. Er wurde dann in Tigoni eingesetzt in der Verwaltung und übernahm später die Handwerkerschule und das Produktion Zentrum in Ruaraka. Er studierte die deutsche Sprache neben seiner Arbeit und ging dann nach Würzburg für seine theologischen Studien. Er machte seine feierlichen Gelübde am 5. Januar 2008. Nachdem er sein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte wurde er um Diakon geweiht in 2009. Er arbeitete dann in der Pfarrei Kamwosor bis  zu seiner Priesterweihe am 10. Juli 2010.

Dann wurde er nach Nanyuki gesandt wo er im Kloster für 2 Jahre arbeitete. Für kurze Zeit  half er in der Pfarrei von P. Florian, als dieser im Heimaturlaub weilte. Später arbeitete er in der Pfarrei St. Benedikt in Ruaraka, zuerst als Kaplan und dann als Pfarrer von 2015 bis 2017.

Er hat in der Pfarrei St. Benedict den Pfarrei Rat sehr unterstützt. Er hat alle Außenposten verbessert und vor allem das Dach der Kirche renoviert. Er wollte, dass die Gläubigen an würdigen  Orten anbeten und die hl. Messe feiern können. Er war sehr engagiert in CMA und CWA und hat den Chor soweit gebracht, dass er mit ihm nach Deutschland fahren konnte. Er hat sich sehr angenommen um Familien Zusammenkünfte und hat viele Hochzeiten gehalten. 2018 wurde er als Sekretär des Kongregationsrates berufen und siedelte über in die Erzabtei St. Ottilien. Er nahm diesen Posten übernommen für drei Jahre bis Februar 2021.

Nach seiner Rückkehr nach Kenia wurde er ernannt als Superior von Nanyuki. Er begann diese Arbeit am 25. April 2021 nachdem er einen Monat in Tigoni verbracht hatte. Er hat diese Arbeit mit viel Elan und Energie angefangen. Er hat mit einigen Christen die Gasträume renoviert und die Anlage gesäubert. Er war jeden Tag mit dabei, um zu schauen, dass alle mitarbeiteten. Er hatte einen Traum, dass er Nanyuki zu einem besonderen Kloster machen wollte und auch daran gedacht, das Einkommen zu vergrößern.    

P. Winfried ging es gesundheitlich eigentlich immer gut bis im Jahre 2015  Diabetes festgestellt wurde. Doch es war kein Grund zur Aufregung. Jedoch fühlte er sich in der 2. Juli Woche unwohl nach Exerzitien in unserer Abtei Tigoni. Es waren milde Symptome und kein Grund zu Alarm. Es war erst am 21. Juli das er im Huruma Hospital, Nanyuki um Hilfe suchte. Der Doktor hat ihn stationär aufgenommen, damit man seinen Zustand besser erkennen konnte.

Sein Zustand war stabil als Mitbrüder ihn besuchten In der Nacht vom 27. Juli erkannte der Arzt das sich sein Zustand drastisch verändert hatte. Er verwies ihn an die Intensivstation. Am nächsten Tag wurde er sofort nach Kiriaini Missions Hospital geschickt wo die Behandlung sofort angefangen wurde.

Jedoch hat sich sein Zustand während der Nacht verschlechtert und er starb am Morgen des 29. Juli 2021 um 4:30. Der Herr hat uns P. Winfried gegeben und er hat ihn auch wieder zu sich geholt. Amen

Fr. Winfried wird vermisst von seiner Familie, seinen Freunden, seinen Gläubigen und von seiner benediktischen Gemeinschaft mit denen er gelebt hat und die er auch mit seinem Wesen berührt hat. Er war sehr umgänglich, freundlich, fröhlich  und zuvorkommend zu seinen   Mitbrüdern und seinen Pfarrmitgliedern. Er ist gerne gewandert und hat auch andere eingeladen, mit ihm zu wandern. Er wollte Menschen froh machen und hatte einen guten Sinn für Humor. Auch liebte er Musik  und würde sie auch anderen erklären und selbst in seinen Predigten verwenden. P. Winfried wir hatten dich gerne in unserer Mitte aber deine Zeit war gekommen. Mögest du ruhen in Frieden bis wir uns wiedersehen.

Amen.

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