Energiebilanz der Abtei Münsterschwarzach 2021

Auswirkungen des kalten Winters 2021 messbar

Die CO2-Bilanz der Abtei Münsterschwarzach fällt auch für das Jahr 2021 wieder „negativ“ aus. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 zeigt sich jedoch eine minimale Verschlechterung. Diese ist auf den Ausfall der Heizenergiezentrale zurückzuführen, die eine längere Phase des Heizens mit Öl erforderte sowie die neue Erfassung des Treibstoffverbrauchs in der Landwirtschaft. Hinzu kommen die Kältewellen im Winter 2021. So ergeben sich Schwierigkeiten, die Zahlen mit den Vorjahren genau zu vergleichen.

Grundsätzlich zeigt sich, dass mittlerweile durch die optimale Dämmung der Gebäude die Holzenergiezentrale zum Heizen auch bei Temperaturen unter -10 Grad ausreicht und regulär kein zusätzliches Öl benötigt werden würde. Die Optimierungen an der Biogasanlage zeigen zudem direkte Gewinne an Wärmeenergie sowie Strom (Kombination aus Biomasse, Wind, Wasser und Sonne) für das Jahr 2021.

Die Abtei Münsterschwarzach hat mit einer beheizten Fläche von etwa 50.000 m² und täglich 1.300 Menschen auf dem Gelände einen entsprechenden Energiebedarf. In den 90er Jahren verbrauchte sie etwa 650.000 Liter Öl im Jahr und benötigte etwa. 1.000.000 kWh an elektrischer Energie. Mit dem Ökologieprojekt, das im Jahr 2000 gestartet wurde, möchte die Abtei Münsterschwarzach ihrem Auftrag der Bewahrung der Schöpfung gerecht werden. Als damaliges Ziel wurde eine Klimaneutralität angestrebt.

Bereits 2008 konnte sie durch schrittweise Investition in Wasserkraft, Photovoltaik, Biogas, Holzenergie, Solarthermie und einer Beteiligung an Windenergie erreicht werden. Seit 2011 ist die CO2-Bilanz durch Einspeisungen in das Stromnetz (2.000.000 kWh an Ökostrom) sogar negativ – Tendenz weiter sinkend. Der Ölbedarf wurde mittlerweile um 600.000 Liter im Jahr reduziert. Daraus ergibt sich eine "negative" Kohlendioxidbilanz zu den 90er Jahren, was die Energie betrifft: 2021 war dies -13% oder eine "CO2-Einsparung" von etwa 400 Tonnen pro Jahr.

Neben dem groß angelegten Energieprojekt wird die Nachhaltigkeit in den einzelnen Abteibetrieben auch umgesetzt und im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. Die Klosterdruckerei "Benedict Press" ist seit 2019 nach dem international gültigen Umweltsystem "EMAS" zertifiziert. Mit einer Umwelterklärung geht die Druckerei darüber hinaus den nächsten Schritt Richtung grüne Druckerei. Seit 2019 ist die Klosterbäckerei offizielle "Wasserschutzbäckerei" in der "Aktion Grundwasserschutz" der Regierungen von Unter-, Ober- und Mittelfranken, seit 2020 wird in der Landwirtschaft der Abtei spezieller Wasserschutz-Weizen angebaut. Der Vier-Türme-Verlag verzichtet seit Frühjahr 2020 auf Plastikfolie bei der Verpackung von Hardcovern.

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