22 Monate Gottesdienst-Livestream

So hat sich die Situation in knapp zwei Jahren entwickelt.

Die Zeit für Jahresrückblicke ist eigentlich meist Mitte Dezember, auch für den der Abtei Münsterschwarzach. Doch heute auf den Tag genau vor 22 Monaten startete der Gottesdienst-Livestream am Festtag des Heiligen Benedikt, dem 21. März. Ein guter Grund, noch einmal zurückzublicken und den Ist-Stand zu zeigen. Der Hintergrund im März 2020: Aufgrund der Absage aller Gottesdienste wollten die Mönche der Abtei Münsterschwarzach den Menschen die Möglichkeit geben, online zumindest ein wenig Gemeinschaft zu erfahren. Was damals mit vorhandener Technik (Kamera und Richtmikrofon) improvisiert werden musste, ist mittlerweile Dank Spenden zu einer richtigen Streaming-Ausstattung geworden. Konventamt sowie Vesper und Komplet werden täglich auf YouTube übertragen. Hinzu kommen besondere Gottesdienste an Hochfesten. Der Livestream ist nicht mehr wegzudenken.

Technisch umgesetzt wurde und wird alles von P. Maximilian Grund OSB. Er war auch in der Anfangszeit dafür verantwortlich, die Streams von der Empore aus händisch zu starten. Schnell wuchs ein Streaming-Team innerhalb des Mönchskonventes, heute startet der Livestream zum Glück automatisiert. Denn auch nachdem die Kirchen wieder für Mitfeiernde geöffnet wurden zeigten die Statistiken, dass die Zahl der online Mitfeiernden konstant blieb. Bis heute.

Bei den Livestreams zu den Stundengebetszeiten sind konstant um die 80 Zuschauerinnen und Zuschauer live dabei. Im Nachgang kann die Zahl der Aufrufe schwanken. An den Hochfesten wie zuletzt Weihnachten steigt die Zahl, besondere Gottesdienste haben teilweise über 1.500 Aufrufe. Im Schnitt liegen die Aufrufe bei etwa 300-400. Besonders auffällig ist auch die konstante Zahl an wiederkehrenden Zuschauerinnen und Zuschauern von 150-200 pro Tag. Neben den Livestreams sorgten auch die Begleitandachten zu den Oster- und Weihnachtspaketen 2020 für eine hohe Aufrufzahl der Kanalvideos an den Hochfesten.

Wie beliebt der Livestream ist, zeigt die Statistik aus der „Offline-Phase“ um Ostern 2021, als der Mönchskonvent in Quarantäne war und entsprechend keine Gottesdienste gefeiert werden konnten. Kaum Aufrufe gab es in diesen Tagen auf dem YouTube-Kanal. Prozentual gesehen macht der Livestream nämlich knapp 87 Prozent an Aufrufen gegenüber anderen Kanalvideos aus.

Zusätzlich zu Statistiken und Zahlen gibt es viele persönliche E-Mails, in denen die Zuschauerinnen und Zuschauer Rückmeldung geben. „Seit dem 22. März 2020 bin ich mittags und abends dabei“, heißt es zum Beispiel. Oder: „Die vielen Predigten, Gesänge und Eucharistiefeiern haben mir in den vergangenen Monaten Kraft gegeben.“, „Ein großes Dankeschön auch, dass es uns ermöglicht wird, über Livestream, an den Gebetszeiten teilzunehmen. Ich habe diese Zeiten fest in meinen Alltag integriert.“ Und: „Der Livestream aus der Abtei ist immer wieder eine Bereicherung und ich genieße es sehr, mich von Zeit zu Zeit so mit ins Gebet einklinken zu können.“

Insbesondere das Stundengebet scheint für viele Menschen durch den Livestream eine Möglichkeit zu sein, sich mit dem Mönchskonvent von Münsterschwarzach verbunden zu fühlen. Durch das Benediktinische Antiphonale, das über den Vier-Türme-Verlag erhältlich ist, können sie so auch die Psalmen mitbeten. Die Übertragungen der Gottesdienste aus der Abteikirche haben zwar nicht den Anspruch, ein Ersatz zu sein, können aber dennoch ein Gefühl des Miteinanders vermitteln – genau das, was in der Isolation mehr denn je gebraucht wird.

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