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90. Geburtstag von Br. Deocar

Vielseitig und an vielen Orten im Einsatz: Heute wird Br. Deocar Ritzer OSB 90 Jahre alt.

Geboren wurde der Jubilar am 6. April 1932 in Herrieden an der oberen Altmühl, westlich von Ansbach. In der Taufe erhielt er den Namen Hermann. Als Jüngster wuchs er in einer alteingesessenen Familie mit zwei Schwestern und sechs Brüdern auf. Der Volksschule folgte im väterlichen Betrieb die Ausbildung im Sattler- und Polsterer-Handwerk. Schon in den Lehrjahren wurde die Frühgeschichte seiner Heimatstadt Herrieden – einer benediktinischen – zu seinem Hobby. Bei einer Radtour im Herbst 1951 weckte die Abtei Münsterschwarzach das Interesse des jungen Mannes. Am 1. Dezember 1951 trat er ins Kloster ein und wählte als Novize den Namen Deocar, des Herriedener Lokalheiligen. Im Mai 1957 folgte die ewige Profess. Acht Jahre lang pflegte er die kranken Mitbrüder auf der Krankenstation in der Abtei, 1959 stieg er in die Missionsprokura ein und war zeitweilig auch Pförtner und Posthalter.

Ein neuer Lebensabschnitt begann für von Br. Deocar mit dem Auftrag des Klosters zu einer Neugründung ab 11. Dezember 1962 in Norddeutschland. Die Abtei Münsterschwarzach wollte auch im Norden Deutschland Fuß fassen und gründete im Oldenburger Land ein neues Kloster: Damme. Im Zuge der Ausweitung der Dammer Realschule zum Gymnasium wurde dort 1966 in einem gemieteten Haus ein Schülerheim eröffnet. Die Patres waren neben Erziehung und Unterricht in die Seelsorge mit eingezogen.

Dem Miteinander dienten über sonstige Pflichten hinaus Einsätze von Br. Deocar bei Gottesdiensten, im Krankenhaus und in den Altenheimen. Lange moderierte er auch Sitzungen und Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft der Ordensbrüder im Bistum Münster. Seine Hauptaufgabe war den Menschen die Missionsarbeit zu vermitteln und für die Unterstützung von Missionsprojekten zu werben. Bei einem größeren Personalwechsel im April 2002 kehrte Br. Deocar nach Münsterschwarzach zurück, nachdem er vier Jahrzehnte zur Grundlegung und Entwicklung des Priorates St. Benedikt in Damme beigetragen hatte. Ohne große Probleme fand er sich in Münsterschwarzach wieder zurecht und blieb seither – auch Dank guter Gesundheit – wie gewohnt vielseitig tätig und ist für seine Brüder eine große Hilfe und Stütze.

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