Jahresrückblick 2022

Das war 2022: Zum Jahreswechsel blicken wir noch einmal auf die Ereignisse zurück.

Januar

Über den Jahreswechsel fanden wieder Kurse von "Junges Münsterschwarzach" und "Erwachsen auf Kurs" statt - coronabedingt noch online.

Br. Alois Maria Weiß arbeitet an einem neuen handgeschriebenen Evangeliar für die Abtei Münsterschwarzach.

Neue Postkarten aus der Klostersternwarte wurden herausgegeben.

Die Klostermanufaktur Münsterschwarzach, ein Zusammenschluss aller Handwerksbetriebe, ist offiziell gegründet worden, den der Mönchskonvent besichtigte.

Am Egbert-Gymnasium ist der Bau A im Zuge der umfassenden Generalsanierung fertig gestellt worden.

Der Vier-Türme-Verlag stellte sein neues Programm für das Frühjahr vor.

Br. Jan Nepomuk Heil legte  am 29. Januar 2022 seine zeitliche Profess ab.

Februar

Im Bayerischen Fernsehen wurde eine Dokumentation über die Klöster in der NS-Zeit veröffentlicht, in der auch die Abtei Münsterschwarzach ausführlich vorkam.

Die Klosterbuchhandlung veranstaltete einen BuchBesuch mit der Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, Sr. Katharina Ganz. 

Die syrisch-orthodoxe Gemeinde in Leipzig, die von der Abtei Münsterschwarzach unterstützt wird, ging weitere Schritte Richtung Kirchenneubau.

P. Anselm Grün war bei der Sendung Riverboat zu Gast und bewegte die Menschen mit einem Gebet.

Die Klosterbetriebe waren im Februar besonders in den Medien erwähnt. Zunächst berichtete die Deutsche Handwerkszeitung über diese, dann thematisierte die Frankenschau die neu gegründete Klostermanufaktur.

Am 25. Februar wurde Br. Abraham vor dem Obersten Bayerischen Landesgericht in Bamberg im Prozess um Kirchenasyl freigesprochen.

Ende Februar begannen die Corona-Infektionen im Mönchskonvent, die Gottesdienste mussten zeitweise ausgesetzt werden.

März

Mit Beginn der Fastenzeit begleiteten die Mönche der Abtei wieder mit Impulsen durch die 40 Tage bis zum Osterfest.

Band fünf der beliebten Kellion-Reihe erschien im Vier-Türme-Verlag – er nimmt die biblischen Frauen und Wüstenmütter in den Fokus.

Fast alle Mönche der Abtei hatten sich in den ersten Märzwochen mit Corona infiziert. Bis einschließlich 16. März mussten die Gottesdienste abgesagt werden. Nach einer Übergangszeit kehrte am 20. März nach einem Monat des Infektionsgeschehens wieder Normalität ein.

Der 2. Bauabschnitt, Bau A mit den Fachräumen für die naturwissenschaftlichen Fächer, Biologie, Chemie, Physik und Informatik wurde offiziell eingeweiht.

Nach dem im Februar begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine organisierte das EGM Hilfe für ukrainische Schülerinnen und Schüler aus der Partnerschule in Lwiw. Acht Jugendliche wurden in Gastfamilien aufgenommen.

Die umfassende Orgelsanierung wurde Ende März mit dem Orgeltisch fertig gestellt. Dieser erhielt eine neue Schalt und Computertechnik.

April

Ein besonderes Fastentuch hat P. Meinrad Dufner für die Abteikirche gestaltet. Ganz aktuell nimmt es Bezug auf die politischen Ereignisse, vor allem den Krieg und das Leid in der Ukraine. Gleichzeitig deutet es auf die Osterbotschaft hin, die der große Christus Salvator in der Abteikirche verkörpert.

Die Energiebilanz der Abtei Münsterschwarzach für 2021 wurde veröffentlicht und zeigte wieder, wie lohnenswert die Investition in regenerative Energien ist. Weiterhin bleibt die Abtei nicht nur CO2-neutral, sondern sogar „negativ“.

Die Gold- und Silberschmiede hatte eine besondere Kooperation mit der Firma „Lampert Werktechnik“, die ihr neues Produkt in der Werkstätte präsentierten. Ebenfalls veranstaltete die Goldschmiede einen Trauring-Aktionsmonat.

Neue Puzzles mit Abteimotiven wurden von der Buch- und Kunsthandlung in Kooperation mit Ravensburger Puzzles produziert.

Nach zwei Jahren coronabedingtem Ausnahmezustand und Absage der Gottesdienste konnten die Kar- und Ostertage endlich wieder normal begangen werden. Auch die Kurse fanden wieder vor Ort statt.

Mit kurzen Filmen wurde die Missionsarbeit in Tansania vorgestellt, für die P. Maximilian Grund ein Jahr zuvor die Missionsklöster und Projekte vor Ort besuchte.

Ende April begannen wieder die beliebten Münsterschwarzacher Werkstatttage an vier Terminen im Jahr 2022 unter dem Motto „Kardinaltugenden“.

Mai

Am 1. Mai übergab Br. Jakobus Geiger die Leitung des Gästehauses an Br. David Hergenröder.

Klosterbäckerei und Klostermetzgerei starteten mit eigenen Account auf Facebook und Instagram, um Einblicke in ihre Arbeit zu geben.

Am 13. Mai fand die erste Jugendvesper nach zweijähriger Pause statt, die von Schülerinnen und Schülern des EGM und Br. Julian Glienke gestaltet wurde.

Bereits zum 2. Mal veranstaltete der Fair-Handel einen Tag der offenen Tür mit vielen Lieferanten, der zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog.

Mit vielen Gästen feierten die Mönche auch eine Maiandacht im Klosterpark zu Ehren der Gottesmutter.

Beim Katholikentag in Stuttgart waren einige Mönche der Abtei bei verschiedenen Veranstaltungen vertreten, unter anderem im von der DOK organisierten ökumenischen Kloster.

Juni

Die Gold- und Silberschmiede fertigte für einen Neupriester einen besonderen Primizkelch mit passender Hostienschale. Der Essener ließ Braunkohle und Eisenerz in die Stücke einarbeiten, die an seine Heimat erinnern sollten.

Abt Michael spendete wieder traditionell das Firmsakrament für Schülerinnen und Schüler des EGM.

Mit dem „Münsterschwarzacher Pfingstgespräch“ fand am Pfingstmontag ein Austausch zwischen verschiedenen katholischen und evangelischen Ordensgemeinschaften statt, der mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Begegnung mit Besucherinnen und Besuchern auf dem Kirchplatz endete.

Ein außergewöhnliche gestaltetes Buch über das Vaterunser ist im Vier-Türme-Verlag erschienen. Autor Wolfgang Bernhardt arbeitete dabei mit dem Künstlerpater Polykarp Uehlein zusammen, dessen wahrscheinlich letzte Werke das Buch zeigt.

Über 850 Ministrantinnen und Ministranten aus der ganzen Diözese kamen von 18.-20. Juni zum Wellenbrecher-Festival nach Münsterschwarzach. Mit Konzerten, Workshops, Führungen und natürlich gemeinsamen Gottesdiensten (mit Bischof Franz Jung und Abt Michael Reepen) erlebten die Kinder und Jugendlichen unter Organisation der Fachstelle für Ministrant*innenarbeit des Bistums Würzburg besondere Tage.

Am Herz-Jesu-Fest wurden wieder die Profess- und Priesterjubilare geehrt.

Der Fair-Handel veröffentlichte seine neuen Sommerkataloge.

In der Klosterdruckerei Benedict Press startete die Produktion von Kalendern für 2023.

In der Missionsprokura übergab P. Noach Heckel die Leitung an Br. Abraham Sauer. P. Noach wirkte ab dem Wintersemester 2022/2023 als Professor für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Trier.

Juli

Beim BuchBesuch in der Klosterbuchhandlung sprach Br. Ansgar Stüfe über sein neues Werk und die „Grenzen der Machbarkeit“.

Das Egbert-Gymnasium veranstaltete eine Kulturwoche mit Beiträgen aus Musik, Kunst, Theater und Voltigieren.

Kyrill Zeiher gab vor zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern ein Orgelkonzert in der Abteikirche.

Wieder durfte die Klostergoldschmiede einen Neupriester (Bistum Rottenburg-Stuttgart) mit Primizkelch und Hostienschale ausstatten.

Am Forschungsprojekt BigData@Geo hatte sich die Abtei fünf Jahre lang mit einer Datenerhebung beteiligt. Ziel war es, den Ist-Stand zu analysieren und anhand von Modellierungen Prognosen für die Zukunft zu erhalten, um jetzt entsprechend handeln zu können.

August

Mönche der Abtei Münsterschwarzach lebten wieder für einige Tage im aufgelösten Kloster Memleben. Eine besondere Würdigung erhielten P. Maximilian, Br. Melchior und Br. Moses stellvertretend für das Engagement der Abtei im „Belebten Kloster“ von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, der ihnen die Ehrenmedaille des Ministerpräsidenten überreichte.

Beim Insta-Talk des Bistum Würzburg tauschte sich P. Christoph Gerhard mit Bischof Franz Jung über Ökoprojekt der Abtei Münsterschwarzach aus.

Die Gold- und Silberschmiede fertigte ein Schmuckstück für Frankens ersten Weinprinzen, der statt einer Krone eine Brosche trägt.

Bei den Salzburger Hochschulwochen gestaltete Br. Wolfgang wieder das „Benedictine Banter“.

In einer Sommerserie zeigte die Abtei, was es für Touristen zu entdecken gibt. Kirche, Museum und die einzelnen Betriebe wurden in Fotos und Videos genauer vorgestellt.

Beim „Kloster auf Zeit“ im Sommer kamen wieder einige junge Männer, um Klosterleben zu erleben.

September

Die diözesane Frauenwallfahrt des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) führte in diesem Jahr nach Münsterschwarzach. Über 700 Frauen feierten einen Gottesdienst mit Abt Michael und verbrachten den Tag im Kloster.

Ein Team aus insgesamt 17 Mitarbeitenden und Mönchen aus den unterschiedlichen Betreiben startete gemeinsam beim Firmenlauf in Volkach. Sowohl in der gemischtgeschlechtlichen Wertung als auch bei den Frauen belegte das Abteiteam den 3. Platz.

Am Kirchweihsonntag wurden die Profess- und Weihejubiläen gefeiert.

Das EGM begann sein neues Schuljahr mit einem großen Gottesdienst für die gesamte Schulfamilie.

Im Gästehaus ist das Kursprogramm für das Jahr 2023 mit zahlreichen interessanten Angeboten veröffentlicht worden.

Oktober

Traditionell startete der Oktober wieder mit dem großen Abteikonzert, das P. Dominikus Trautner jährlich organisiert. Das Gewandhaus Brass Quintett aus dem Gewandhaus Leipzig und Organist Prof. Martin Sturm lockte und begeisterte hunderte Gäste.

Beim BuchBesuch in der Klosterbuchhandlung stellte Sr. Carmen Tatschmurat, ehemalige Äbtissin der Venio Abtei, ihr im Vier-Türme-Verlag erschienenes Buch vor.

Endlich konnte auch wieder der Weltmissionssonntag gefeiert werden. Anlässlich des Jubiläums der Bistumspartnerschaft mit Óbidos wurde als Gastland Brasilien gewählt. Den Auftakt machte der Fair-Handel mit seiner zweitägigen Hausmesse. Am Sonntag feierte Diözesanbischof Franz Jung gemeinsam mit Bischof Dom Bernardo Johannes Bahlmann OFM aus Óbidos, Bischof John Ndimbo aus Mbinga und Abt Michael einen Gottesdienst. Beim anschließenden Klosterfest stand das Gastland im Zentrum. Bischöfe und Abt pflanzten als Zeichen der Verbundenheit einen Partnerschaftsbaum.

In der Woche danach ging es bei der Online-Buchmesse des Verlags um das aktuelle Programm. Statt in Frankfurt vor Ort präsentieren sich Autorinnen und Autoren in Video und Social-Media-Aktionen.

Ein besonderes Ereignis war für die Klostersternwarte die Sonnenfinsternis Ende Oktober, die trotz unsicherer Wetterverhältnisse gut fotografisch festgehalten werden konnte.

Sternekoch Stefan Marquart kochte gemeinsam mit der Klosterküche und dem Neigungsfach Kochen am Egbert-Gymnasium und übernahm mit Schülerinnen und Schülern für einen Tag die Schulverpflegung.

November

Der Totenmonat November begann mit dem traditionellen Totengedenken an Allerheiligen auf dem Klosterfriedhof.

Im Gästehaus der Abtei fand ein von der AGPR der Deutschen Ordensobernkonferenz organisiertes Symposium statt, das zum Ziel hatte, die Stimme der Orden gemeinsam zu stärken.

Der Festtag der heiligen Felizitas, der Klosterpatronin, konnte auch nach zwei Jahren wieder als Fest der Schulfamilie und als Mitarbeiterfest gefeiert werden. Zahlreiche Jubilarinnen und Jubilare wurden für 10, 25 und 40 Jahre im Dienst des Klosters gewürdigt.

Ende November begann der Advent mit einer besonderen Krippenausstellung des Fair-Handels im Kultur- und Kommunikationszentrum in Dettelbach.

Dezember

Seit dem 1. Dezember begleiten die Mönche der Abtei Münsterschwarzach mit Impulsen durch die Vorbereitungszeit auf das Hochfest der Geburt Christi.

Ebenfalls auf Weihnachten eingestimmt hat ein Chor der syrisch-orthodoxen Gemeinde aus Leipzig, der Anfang Dezember eine syrische Weihnacht in der Abteikirche gestaltete.

In einer umfangreichen Umweltanalyse hat die Abtei Münsterschwarzach gemeinsam mit dem Unternehmen „Greenzero“ Betriebe und den Mönchskonvent evaluiert. Anhand dieser Ergebnisse sollen die Bemühungen in Nachhaltigkeit und Klimaschutz weiter optimiert werden.

Mit der Altarweihe am 4. Adventssonntag ist ein großes Projekt für die Klostermanufaktur fertig gestellt worden. Schreinerei, Metallwerkstatt und Gold- und Silberschmiede fertigten die neue Kirchenausstattung für die Erlöserschwestern in Würzburg.

In der Woche vor Weihnachten besuchte die Kita St. Felizitas aus Schwarzach die Bewohner der Infirmiere und alten Mönche, um Adventslieder zu singen.

Zum ersten Mal gestaltete P. Zacharias Heyes die Weihnachtskrippe der Abtei. Als Material wählte er massive Baumstämme und arbeitete die Figuren mit der Kettensäge heraus.

Jubilare und besondere Geburtstage

Br. Raphael Hollweck OSB (70 Jahre Profess, 90. Geburtstag)

P. Wolfram Fehn OSB (70 Jahre Profess, 65 Jahre Priester, 90. Geburtstag)

P. Cornelius Hörnig (65 Jahre Profess, 60 Jahre Priester)

Br. Daniel Schnapp OSB (60 Jahre Profess)

Br. Valentin Brand OSB (60 Jahre Profess)

P. Matthäus Sandrock OSB (60 Jahre Profess, 80. Geburtstag)

Br. Elias Straus OSB (60 Jahre Profess)

P. Franziskus Büll OSB (60 Jahre Profess)

Br. Jakobus Geiger OSB (40 Jahre Profess)

Br. Stephan Veith OSB (40 Jahre Profess)

Br. Florian Schmidt OSB (40 Jahre Mission)

Br. Deocar Ritzer OSB (90. Geburtstag)

Br. Wilhelm Fries OSB (80. Geburtstag, den er noch im Konvent feiern konnte)

Br. Timotheus Schwab OSB (85. Geburtstag)

P. Rhabanus Erbacher OSB (85.Geburtstag)

P. Benedikt Müllers OSB (85. Geburtstag)

Br. Andreas Adolf OSB (80. Geburtstag)

P. Hugo Heusinger OSB (85. Geburtstag)

  • P. Edgar Friedmann

  • Br. Basilius Hepp OSB

  • P. Polykarp Uehlein

  • Br. Silvanus Weippert

  • P. Edmar Greif

  • Br. Wilhelm Fries

  • Br. Manuel Witt 

  • Br. Odo Harrer

Todesfälle im Konvent

P. Edgar Friedmann OSB am 10. Februar 2022

Br. Basilius Hepp OSB am 25. Februar 2022

P. Polykarp Uehlein OSB am 23. März 2022

Br. Silvanus Weippert OSB am 02. April 2022

P. Edmar Greif OSB am 02. Mai 2022

Br. Wilhelm Fries OSB am 19. Mai 2022

Br. Manuel Witt OSB am 26. September 2022

Br. Odo Harrer OSB am 12. Oktober 2022

Außerdem trauert die Abtei um Politikerin Barbara Stamm, die mit dem Kloster sehr verbunden war und im Alter von 77 Jahren am 5. Oktober 2022 in Würzburg verstorben ist.

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