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Besuch aus aller Welt

Gastschüler aus Tansania und Studierende aus den USA in Münsterschwarzach

Als Missionsbenediktiner pflegen die Münsterschwarzacher Mönche weltweit Kontakte. In den vergangenen Wochen haben sich die Brüder über Besuch aus Tansania und den USA auf dem Abteigelände gefreut. Bereits Ende April trafen sechs Schüler der Partnerschule in Hanga zu einem längeren Aufenthalt ein. Mitte Mai kam eine Gruppe von Studierenden der Mount Marty University aus Yankton (South Dakota) in Münsterschwarzach an.

Die jungen Tansanianer verbrachten insgesamt vier Wochen am Egbert-Gymnasium. In dieser Zeit erwies sich die Musik als wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Die Gäste stellten ihr Können mit Geige, Gitarre und Trommel unter Beweis. Entsprechend stand das gemeinsame Musizieren mit verschiedenen Klassen, Musikensembles und Chören der Münsterschwarzacher Schule ganz oben auf dem Programm. Die Schüler nahmen darüber hinaus am Englisch- und Sportunterricht teil.

Br. Julian Glienke – Organisator des Besuchs – war es zudem wichtig, den Tansanianern Einblicke in das Gastland zu gewähren. Das beinhaltete ein Proben- und Wanderwochenende auf dem Winkelhof im Steigerwald sowie einen Ausflug in die Erzabtei St. Ottilien. Die Gruppe besuchte außerdem den Katholikentag in Würzburg und zeigten am Stand der Abtei ihr Können. Auch der Abschied fiel musikalisch aus. Vor ihrer Abreise gestaltenten die Schüler aus Tansania noch ein Konzert im Egbert-Gymnasium mit.

Die Verbindung zur Mount Marty University kam über das Priorat Schuyler zustande. Die Mönche in Nebraska pflegen einen engen Kontakt mit der Hochschule, die von Schweizern Benediktinern gegründet wurde. Aus der Zusammenarbeit ist das jährliche Angebot entstanden, Europa bei einer Studienfahrt zu entdecken. Die Reise liefert Einblicke in das klösterliche Leben sowie die Geschichte und Kultur von Deutschland. In diesem Jahr nutzen zwölf Studierende – unter anderem aus den Fachbereichen Medizin, Radiologie und Wirtschaft – die Gelegenheit. Vier Professoren, zwei Missionare und eine Angestellte der Universität vervollständigten die Gruppe.

Das Programm beinhaltete unter anderem Besuche in verschiedenen fränkischen Metropolen. In Würzburg erkundete die Gruppe das Franziskanerkloster, die Neubaukirche und den Marktplatz. In Rothenburg ob der Tauber bestaunten die Gäste neben der historischen Innenstadt den Heilig-Blut-Altar von Tilmann Riemenschneider. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Dafür reiste die Gruppe nach Dachau und besuchte das Memorium Nürnberger Prozesse. Zum Aufenthalt gehörten außerdem Unterrichtseinheiten zum Thema „Benediktinische Spiritualität“ sowie eine Wallfahrt nach Dimbach.