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Bischofstab für den guten Hirten

Klostermanufaktur fertigt Geburtstagsgeschenk für Salzburger Erzbischof

Ein besonderes Geschenk plante die Erzdiözese Salzburg anlässlich des Geburtstags von Erzbischof Franz Lackner. Zum 70. Geburtstag sollte ein Bischofsstab überreicht werden. Auf der Suche nach einem passenden Handwerksbetrieb wurde die Auftraggeberin in der Abtei Münsterschwarzach fündig. Dort bündeln verschiedene Betriebe ihre Expertise in der Klostermanufaktur – eine ideale Ausgangslage für das Projekt.

Bei dem Bischofstab arbeiteten Gold- und Silberschmiede sowie Klosterschreinerei Hand in Hand. Der Entwurf kam aus der Goldschmiede. Die Umsetzung übernahm das Team der Klosterschreinerei. Im Zentrum standen die konkreten Vorstellungen der Kundin. Das Ergebnis sollte sowohl visuell ansprechend als auch funktional sein. Ziel der Klostermanufaktur war, dass der Hirtenstab mit einer schlichten Gestaltung und einer besonderen Ausstrahlung überzeugt.

Die Klosterschreinerei schnitzte die Einzelteile aus Eichenholz. Die Goldschmiede sorgte mit Gewinden aus Messing für eine stabile Verbindung. Besondere Herausforderung war die Krümme, deren filigraner Schwung dem Stab eine besondere Eleganz verleiht. Gleichzeitig handelt es sich um eine äußerst sensible Stelle. Zur Minimierung der Bruchgefahr arbeitete die Klosterschreinerei mit drei Holzschichten, die verleimt wurden. Durch die unterschiedliche Faserrichtung der einzelnen Holzplatten ließ sich eine besondere Stabilität erzielen. Zum besonderen Schutz vor Abnutzung wurde der Stab abschließend in zwei Schritten eingeölt. Mit der Buchbinderei war ein weiterer Betrieb der Abtei involviert. Diese lieferte das Etui für Transport und Aufbewahrung.

Die Geschenkübergabe erfolgte bei einem großen Dankgottesdienst im Salzburger Dom. Weihbischof Hansjörg Hofer überreichte den hölzernen Bischofstab im Namen der Erzdiözese. Dazu fand er auch passende Worte. Durch sein mitfühlendes Herz und die Bereitschaft, Menschen immer wieder eine neue Chance zu geben, zeichne sich Erzbischof Lackner als guter Hirte aus. Der Bischofstab als Geburtstagsgeschenk unterstrich dieses Sinnbild auf ganz besondere Weise.