Zum Hauptinhalt springen

Br. Jan Nepomuk legt Feierliche Profess ab

Ein Leben lang das Taufversprechen als Mönch vertiefen

Br. Jan Nepomuk Heil OSB hat seine Feierliche Profess abgelegt. Beim Pontifikalgottesdienst versprach er vor Abt Michael Reepen OSB und der Mönchsgemeinschaft Gehorsam, Beständigkeit und klösterlichen Lebenswandel. Mit diesem Schritt hat er sich auf Lebenszeit an die Gemeinschaft und das Kloster in Münsterschwarzach gebunden. Sein Professspruch stammt aus dem Buch der Sprüche: „Ich will dich auf den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten.“ (Sprüche, 4,11)

„Wir feiern heute die Taufe des Herrn im Jordan. Damit gedenken wir unserer eigenen Taufe“, begrüßte Abt Michal Reepen die Gemeinde. Mit Blick auf die bevorstehende Professfeier ergänzte er: „Heute ist jemand unter uns, der seine Taufe als Erwachsener in neuer Weise leben möchte. Br. Jan Nepomuk wird geloben, sein Taufversprechen ein Leben lang als Mönch zu vertiefen und zu leben.“ Anschließend segnete Abt Michael Reepen die Kirchenbesucher als Taufgedächtnis.

Die Predigt hielt Matthias Rux, Jugendseelsorger im Bistum Limburg.  Für ihn passten beide Schwerpunkte des Sonntags – die Taufe des Herrn sowie die Feierliche Profess – sehr gut zusammen. „Jesus ist dort, wo Gott handelt. Er wird somit zum sichtbarsten und authentischsten Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen“, erklärte er mit Blick auf die Lesung aus dem Evangelium. Gott versicherte am Jordan, dass Jesus sein geliebter Sohn sei. Rux ergänzte: „Die Zusage gilt für uns alle. Wir sind Gottes geliebte Kinder, an denen er Wohlgefallen gefunden hat.“

Dazu gehöre auch, die Botschaft Gottes zu verkünden und authentisch vorzuleben. „Mit der Feierlichen Profess setzt Bruder Jan Nepomuk ein sichtbares Zeichen, dass er diesen Auftrag gespürt hat. Es ist genau diese Gemeinschaft und dieser Ort, an dem du als geliebter Sohn Gottes deine Sendung in die Welt leben wirst“, betonte Matthias Rux. Konkret zeige sich das an der großen Leidenschaft für Menschen bei Br. Jan Nepomuk – ob in der Jugendarbeit oder beim Engagement in der Feuerwehr.

Auf die Predigt folgte der Professritus. Zuerst erklärte Br. Jan Nepomuk offiziell seine Bereitschaft für das Leben in der Gemeinschaft. Bei der anschließenden Allerheiligenlitanei lag er in Prostratio-Haltung, eine Geste der Demut, auf dem Boden. Im nächsten Schritt verlas er seine Professurkunde. Diese zeigte er den im Altarraum versammelten Mitbrüdern, bevor er sie auf dem Altar unterschrieb.

Das dreimalige Singen des „Suscipe me“ schloss sich darauf an. Dieses erfolgte an verschiedenen Orten in der Abteikirche. Der Professgesang symbolisiert das Zugehen auf die Gemeinschaft sowie zuletzt vor Abt Michael die (Neu-)Aufnahme.

Die Überreichung der Kulkulle ist ein weiterer Bestandteil des Professritus. Von Abt Michael Reepen bekam Br. Jan Nepomuk das Festgewand der Mönche angelegt. Zum Abschluss erfolgte der Friedensgruß mit allen Mönchen, die die Feierlicher Profess abgelegt haben. Nach dem Gottesdienst feierte Br. Jan Nepomuk gemeinsam mit Familie, Freunden und den Mitbrüdern.

Über Br. Jan Nepomuk:
Br. Jan Nepomuk wurde am 24. Februar 1994 in Bad Homburg geboren. Vor seinem Ordenseintritt absolvierte er das Studium Security and Safety Engineering an der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald. Dieses schloss er im Jahr 2018 mit dem Bachelor of Science ab. Seit 2019 lebt er als Mönch in der Abtei Münsterschwarzach. Br. Jan Nepomuk ist dort für das Baubüro verantwortlich. Zudem engagiert er sich in der Klosterfeuerwehr und bei Junges Münsterschwarzach.

Suscipe me – Gesang im Wortlauf

Suscipe me, Domine, secundum eloquium tuum, et vivam.
Et ne confundas me ab exspectatione mea.

Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben.
Und enttäusche mich nicht in meinem Erwarten.