In dieser Woche teilt P. Wolfgang Sigler seine Gedanken zur Fastenzeit mit uns. Da geht es um den Weg und das Ziel. Das kommt Ihnen bekannt vor? P. Wolfgang zeigt, wo der feine Unterschied liegt.
Mir scheint, beim Fasten gibt es einen feinen Unterschied, der Beachtung verdient. Eigentlich will niemand hungrig durch den Tag oder zu Bett gehen. Das eigentliche Ziel ist, einer zu werden, der gefastet hat. Eine, die dreimal die Woche im Fitnessstudio trainiert hat. Durch die Mühe der Gegenwart soll die ersehnte Zukunft möglich werden. Man verzichtet jetzt auf Genuss, um danach unbeschwerter und fitter zu sein.
Wer einmal wirklich verstanden hat, dass Wege in die Zukunft Mühe machen können, fängt an, nicht nur nach großen Zielen Ausschau zu halten, sondern auch den nötigen Weg dorthin zu bedenken. Vielleicht werden die Ziele dadurch etwas kleiner, aber realistischer. Vielleicht plant jemand, der nicht nur um das Ziel, sondern auch um den nötigen Weg dorthin weiß, Raststationen ein. Welche Art von Proviant ist nötig, um durchzuhalten? Oder auch, welche Weggemeinschaft?
Wem das absehbare Ermüden auf dem Weg mitdenkt, kommt eher ans Ziel.