
Mit Leidenschaft für den Service
Saad Slo absolviert seine Ausbildung im Gästehaus Münsterschwarzach
Seit rund einem Jahr macht Saad Slo seine Ausbildung als Hotelfachmann im Gästehaus der Abtei Münsterschwarzach. Was hat ihn bewegt, sich einen Beruf in der Gastronomie auszusuchen? Was gefällt ihm besonders? Was ist im Klosterbetrieb anders im Vergleich zur klassischen Hotellerie? Gemeinsam mit Ausbildungsleiterin Anja Wagner gibt er einen Einblick in seinen Arbeitsalltag.
Ausbildung im Gästehaus
Wir suchen noch Verstärkung! Lust bei uns als Hotelfachmann/-frau (m/w/d) durchzustarten?
- Dauer: 3 Jahre
- Start: 1. September 2026
- Bezahlung nach AVR-Caritas Bayern
Alle Infos gibt es in der Stellenausschreibung.
Kontakt:
Anja Wagner, Telefon: 09324 20-674
Es war kein Sprung ins kalte Wasser. Saad hat bereits eine Ausbildung als Helfer für Ernährung und Versorgung absolviert. Schon damals zeichnete sich ab, dass er im gastronomischen Umfeld gut aufgehoben ist. Dafür sprechen seine freundliche Art und die Freude im Umgang mit Menschen. Trotzdem folgten seiner Ausbildung zuerst mehrere Praktika in verschiedenen Bereichen. Schließlich kam er in das Gästehaus nach Münsterschwarzach. Zu dem damaligen Zeitpunkt bildete der Betrieb nicht aus. Etwas, dass sich schnell änderte, so begeistert war das Team von Saads Engagement. Anja Wagner machte dafür extra ihren Ausbilderschein.
Der Beruf als Hotelfachmann bzw. -frau umfasst sehr viele Aufgaben, wie Saad erzählt: „Ein Schwerpunkt ist der Service. Zu den Tätigkeiten gehören das Auf- und Abbauen von Buffets, Tische eindecken oder das Reinigen von Speiseräumen. In der Küche liegt der Fokus auf der Zubereitung von Speisen. Im Housekeeping reinigen wir Zimmer und beziehen Betten. Außerdem gibt es als vierten Bereich die Rezeption. Dort kümmern wir uns unter anderem um den Check-in und Check-out sowie die Bearbeitung von Mails.“ Fragt man Saad, was ihm am meisten Spaß macht, muss er nicht lange überlegen: „Der Service gefällt mir besonders, hier habe ich viel Kontakt mit unseren Gästen.“
Drei Jahre dauert die Ausbildung, denn es gibt viel zu lernen. Im Unterricht spiegeln sich die einzelnen Schwerpunkte wieder. Fächer wie Ernährungslehre, Betriebswirtschaftslehre oder Restaurant und Service vermitteln das nötige Wissen in Theorie und Praxis. Ein spezieller Abschluss ist nicht notwendig, um in den Beruf durchzustarten, wie Anja Wagner erläutert. „Für uns im Gästehaus ist der Schulabschluss zweitrangig. Wichtiger ist, dass der Mensch überzeugt und Lust auf die Arbeit hat.“ Sie ergänzt: „Wichtige Eigenschaften sind Offenheit, Empathie und Freundlichkeit. Darüber hinaus sollten Interessenten stressresistent sein und gerne mit Menschen arbeiten.“
Was unterscheidet die Ausbildung im Gästehaus von anderen Gastronomiebetrieben? „Unsere Gäste erhalten das Essen in Buffetform. Wir haben kein À-la-carte-Geschäft“, berichtet Anja Wagner. „Um diese Facette der Gastronomie kennenzulernen, arbeitet Saad einige Wochen in einem anderen Betrieb mit.“ Gleichzeitig bringt diese Einschränkung auch einen großen Vorteil mit sich. „Da wir kein À-la-carte-Essen haben, ist die Arbeit viel entspannter. Das bedeutet auch, dass ich beim Spätdienst deutlich früher Feierabend habe“, betont der Auszubildende. Nicht zu unterschätzen ist zudem, dass die Vergütung im Gästehaus tarifgebunden ist und somit ein ganzes Stück höher ausfällt als in der regulären Gastronomie.
Noch liegen zwei Jahre vor Saad. Würde er nach der Ausbildung im Gästehaus weiterarbeiten? Auch hier fällt die Antwort klar aus: „Ja, ich möchte sehr gerne hier bleiben. Neben den guten Arbeitszeiten gefällt mir die Klarheit bei den Aufgaben. Außerdem verstehe ich mich sehr gut mit meinen Vorgesetzten und Kollegen. Für sie bin ich viel mehr als nur der Auszubildende.“




