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Blick auf eine Biogasanlage, im Hintergrund sieht man Kirchtürme

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Abtei Münsterschwarzach zieht erfolgreiche Energie- und CO2-Bilanz

Die Abtei Münsterschwarzach setzt weiter klare Impulse im Bereich Nachhaltigkeit. Das zeigen die Energie- und CO2-Daten für 2025, die seit Kurzem vorliegen. Neben der ausgeglichenen CO2-Bilanz hat sich vor allem die regenerative Stromerzeugung positiv entwickelt. Zudem befinden sich im Kloster immer mehr E-Fahrzeuge im Einsatz.

Verantwortung für die Schöpfung übernehmen ist ein wichtiges Anliegen der Missionsbenediktiner. Bereits der heilige Benedikt fordert in seiner Regel zum angemessenen Umgang mit Ressourcen auf. Daher startete die Abtei im Jahr 2000 mit einem Ökoprojekt, aus dem sich mittlerweile ein regenerativer Energiepark entwickelt hat. Der konsequente Fokus auf ein nachhaltiges Handelt zahlt sich aus. 2008 konnte der CO2-Ausstoß erstmals auf Null gesenkt werden. Seit 2011 fällt die Bilanz durch das Einspeisen ins Stromnetz sogar negativ aus. Das gilt auch für 2025.

Darüber hinaus lassen sich weitere positive Entwicklungen beim Thema Nachhaltigkeit feststellen. So hat das Münsterschwarzacher Kloster im vergangenen Jahr doppelt so viel regenerativen Strom erzeugt, wie es selbst benötigt. Dies ermöglicht vor allem die Biogasanlage, die jährlich über 2.670.000 kWh produziert. Die Mönche setzen zudem auf Wasser-, Wind- und Sonnenenergie, die es zusammen auf 780.000 kWh bringen. Auf dem Abteigelände sind eine Photovoltaikanlage sowie ein Wasserkraftwerk in Betrieb. Die Beteiligung an einem Windpark ergänzt das Portfolio für die Stromgewinnung. In diesem Zusammenhang sehr erfreulich: Der Strombedarf der Heizungspumpen konnte 2025 um rund 30.000 kWh gesenkt werden.

Ein weiterer Fokus beim nachhaltigen Handeln liegt im Bereich Mobilität. Hier zeichneten sich im vergangenen Jahr ebenfalls Fortschritte ab. Die Mönche befinden sich oft im Einsatz, die ländliche Lage von Münsterschwarzach erweist sich dabei verkehrstechnisch als herausfordernd. Trotzdem gelang es zwischen 2015 und 2025 die mit fossilen Kraftstoffen gefahrenen Kilometer um 40 Prozent zu reduzieren. Das lässt sich vor allem auf die verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen zurückführen. Im Fuhrpark gibt es mittlerweile sieben elektrisch angetriebene Autos. Ergänzend stehen den Betrieben 15 E-Bikes für Fahrten über das weitläufige Gelände zur Verfügung.

Einen wichtigen Beitrag in puncto Nachhaltigkeit leistet auch die Klosterdruckerei Benedict Press. Denn diese ist EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert. Das von der Europäischen Union entwickelte Umweltmanagementsystem steht für höchste Standards. Zertifizierte Unternehmen erklären sich bereit, Ressourcen effizient einzusetzen und Emissionen zu reduzieren. Die dabei erzielten Fortschritte sind in einer unabhängigen, geprüften Umwelterklärung zu dokumentieren.

„Mich freut sehr, dass unser tagtägliches Arbeiten mit unseren Planungen über die Jahrzehnte hin, einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg zeigen", erklärt Cellerar P. Christoph Gerhard mit Blick auf die positive Bilanz. Gleichzeitig betont er, dass Nachhaltigkeit auch kontinuierlich mit Arbeit verbunden ist: „Es gab einzelne, große Schritte, wie den Bau der Holzenergiezentrale oder bei der Generalsanierung der Schule, die Dämmung der Fassade. Es braucht aber auch die Betreuung der Anlagen im Alltag, die den Erfolg garantieren.“