Palmsonntag: Es kommt der Herr der Herrlichkeit
Abtei Münsterschwarzach begeht Auftakt der Heiligen Woche
Die Mönche der Abtei haben den Palmsonntag traditionell mit Palmprozession und Konventamt gefeiert. Gemeinsam mit der Gemeinde starteten sie dabei in die Heilige Woche. Diese geht vom Palmsonntag bis zum Osterfest. Der Fokus liegt in den kommenden Tagen auf dem Leidensweg von Jesus, seinem Tod am Kreuz – und seiner Auferstehung.
Ausgestattet mit Palmkätzchen- und Buchsbaumzweigen hatte sich die Gemeinde auf dem Pausenhof des Egbert-Gymnasiums versammelt. Nach dem Einzug der Brüder begrüßte Abt Michael Reepen die Gläubigen. Tagesaktuell verwies er auf die „No Kings“-Demonstrationen, die momentan in den USA stattfinden. Jesus sei kein politischer König gewesen, so Reepen. Statt mit dem Rolls-Royce kam er auf einen Esel, sein Thron war das Kreuz. Auch wenn die Karwoche erst beginnt, verwies der Abt bereits auf die frohe Botschaft von Ostern. Jesus hat den Tod für uns Menschen besiegt.
Passend zum Palmsonntag stand bei der Lesung aus dem Evangelium der Einzug Jesu in Jerusalem im Mittelpunkt. Daran anknüpfend folgte nach der Palmweihe die gemeinsame Prozession in die Abteikirche. Dort spiegelte sich zunächst die fröhliche Stimmung der biblischen Geschichte wider. Gemeinsam sangen Mönche und Gemeinde „Mach hoch die Tür“. Auch wenn eher in der Adventszeit verortet, bezieht sich das Lied inhaltlich eng auf den Palmsonntag.
Anschließend trat aber der besinnliche Charakter des Gottesdienstes in den Vordergrund. Denn mit dem Palmsonntag beginnt auch die Karwoche. Traditionell folgte die Lesung der Passionsgeschichte mit allen wichtigen Ereignissen – vom letzten Abendmahl über dem Verhör vor dem Hohen Rat bis hin zur Kreuzigung und Grablegung. Dies hilft, den Einzug in Jerusalem in das Gesamtgeschehen einzuordnen. Darüber hinaus zeigt sich somit bereits am Palmsonntag, wie eng und untrennbar Leben und Tod zusammenhängen.













