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Profess- und Priesterjubiläen am Herz-Jesu-Fest 2026

Abtei Münsterschwarzach ehrt vier Patres und Brüder

Für vier Patres und Brüder der Abtei Münsterschwarzach standen am Herz-Jesu-Fest ihre Profess- und Priesterjubiläen an. Die traditionelle Ehrung erfolgte am 14. Juni im Rahmen eines feierlichen Pontifikalgottesdienstes. Dieser fand gemeinsam mit Abt Michael Reepen, dem Mönchskonvent sowie vielen Gästen in der Abteikirche statt.

Zu Beginn warf Abt Michael einen Blick auf den besonderen Tag. „In einer Welt voller verschlossener, harter Herzen ist das Herz-Jesu-Fest ein starkes Gegenbild. Jesus hatte ein weites Herz für die Menschen. Ein Herz voll Liebe, Güte und Barmherzigkeit“, betonte er. „Sein Herz schlägt in uns Christen. Es wird auch sichtbar in unseren Jubilaren.“ Bei der Begrüßung entschuldigte er P. Bartholomäus Henneken, der sich in Südkorea befindet.

Die Festpredigt hielt P. Martin Birk, einer der Jubilare. Ausgehend von einem Bild, das den Gekreuzigten zeigt, führte aus, wie gut es tut nahe am Herzen Jesu zu sein. „Wir alle haben in Jesus Christus die Wahrheit für unser ganz persönliches Leben entdeckt, haben seine Weisung als Licht für unseren Weg erfahren, haben uns von Seinem Leben stärken lassen“, so P. Martin. Das gelte auch für die Mönchsgemeinschaft, die in ihrem Wirken und zusammenleben erkannt hätten wie gut es sei, in Münsterschwarzach zu sein.

Im Anschluss erneuerten die Jubilare vor dem Abt und der Klostergemeinschaft ihre Gelübde, die sie vor 65 Jahren an gleicher Stelle in der Profess gesprochen hatten. Sie versprachen weiterhin nach der Regel des Heiligen Benedikt zu leben und sich für das Kloster und den Orden einzusetzen.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit, bei einer kleinen Feier mit den Jubilaren ins Gespräch zu kommen und mit ihnen anzustoßen.

Die Jubilare

P. Martin Birk OSB (65 Jahre Profess)

Geboren 1941 in Danzig, trat er 1960 in die Abtei Münsterschwarzach ein und legte 1961 die Zeitliche, 1964 die Ewige Profess ab. Auf das Lizentiat an der Universität Würzburg mit einer Arbeit über Sigmund Freud und die Religion folgten weitere Studien in München, vor allem am Institut für Katechetik und Homiletik. 1966 wurde er zum Priester geweiht. Von 1967 bis 1970 wirkte er als Kaplan in Münsterschwarzach / Gerlachshausen, von 1970 bis 1983 wirkte er als Religionslehrer in Damme. Von 1983 bis 1987 war er Studienpräfekt in St. Benedikt/Würzburg, von 1988 bis 1991 Missionar in Digos / Philippinen, danach im Gästehaus der Abtei tätig, von 1994 bis 1997 Novizenmeister, 1998/99 Novizenmeister in Fiecht/Österreich. In den Jahren 2002 bis 2010 war er wieder in St. Benedikt tätig und der geistlichen Gemeinschaft „Marriage Encounter“ verbunden. Von 2010 bis 2016 wirkte er als Krankenseelsorger an der Missioklinik und an den Uni-Kliniken in Würzburg. Von 2018 bis 2020 versah er die Seelsorge in St. Ludwig. P. Martin ist dankbar, dass seine Kräfte noch reichen für Seelsorgeaushilfen, geistliche Begleitungen und den Unterricht in Neuem Testament für die Novizen.

Br. Boniface Hampel OSB (65 Jahre Profess)

Ich bin 1938 in Berlin geboren. 1959 trat ich in die Abtei ein. Als ich im April 1961 meine ersten Gelübde vor Abt Bonifaz abgelegt habe, konnte ich nicht ahnen, wohin mein Weg mich später führen sollte. Es war schon ein Sprung von Berlin nach Unterfranken und ins Kloster. 1965 an Epiphanie wurde ich nach Schuyler in Nebraska/USA ausgesandt. Auch da war es ein großer Sprung über den Atlantik nach Amerika. Das hätte ich mir nicht träumen lassen, einmal diesen Kontinent zu sehen und zu erleben in all seiner Schönheit. Doch nicht genug damit – 1984 wurde ich als erster Missionar von Schuyler nach Tansania ausgesandt. Meine Arbeit in Mtwara bei P. Witmar brachte mich in das Bischofshaus. Korrespondenz für den Bischof und die Abtei Ndanda waren Teil meiner Aufgabe. Dazu kamen Behördengänge, die mir recht bald einen Eindruck gaben, was zum Leben eines Missionars an einem Drehpunkt wie Mtwara gehörte. Im Jahr 1990 ging es zurück nach Deutschland. Damit war mein Ziel noch nicht erreicht. Es kam nochmals eine Zeit in Schuyler von 1991 bis 1998. Nach einem halben Jahr in Rom bin ich wieder in der Abtei. Und es ist gut so.

P. Bartholomäus Henneken OSB (65 Jahre Profess)

Geboren 1941 in Hamm, kam er 1960 zu uns in die Abtei. Die Zeitliche Profess legte er 1961 ab. Die Feierlichen Gelübde folgten 1964. Die Priesterweihe spendete ihm 1966 Bischof Josef Stangl. 1967 erhielt er das Missionskreuz für die Abtei Waegwan/Südkorea. Ein Jahr studierte er am East Asian Pastoral Institut in Manila auf den Philippinen, bis er schließlich 1968 für zwei Jahre zum Studium der koreanischen Sprache in Seoul/Südkorea lebte. Er ist der einzige noch übrig gebliebene aktive Ostasien-Missionar aus der Abtei Münsterschwarzach. Wie ein einsamer Leuchtturm steht er über einer großen Schar ehemaliger Missionare im Pazifischen Großraum. In Korea hatte er verschiedene Aufgaben. Am Anfang war er Missionsprokurator in Waegwan. Damals wurden Klöster und Pfarreien aufgebaut, die heute gut ausgebaut und selbständig sind. Dann wurde er Pfarrer in verschiedenen Pfarreien, so in Sindong, in Jokmok und zuletzt in Naksan. Nach viel missionarischer und seelsorglicher Erfahrung wurde er Spiritual im Priesterseminar. Er ist ein immer freundlicher, auf die Menschen zugehender, interessierter Mitbruder.

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P. Philippus Eichenmüller OSB OSB (40 Jahre Priester)

P. Philippus wurde 1957 in Auerbach in der Oberpfalz geboren. Nach Realschule und Fachoberschule ging er 1977 zur Bundeswehr. Mit 23 Jahren trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein. 1980 legte er seine Zeitlichen Gelübde ab, die Feierliche Profess folgte im Jahr 1983. In Würzburg studierte er Philosophie und Theologie. 1986 empfing er durch Weihbischof Alfons Kempf die Priesterweihe. Nach Jahren als Präfekt im Internat St. Maurus machte er verschiedene Pfarrpraktika, unter anderem am Riemenschneider-Gymnasium in Würzburg und im Haus St. Ansgar in Nütschau, und wurde für drei Jahre Kaplan in Stadtschwarzach. Dann übernahm er für zwei Jahre die Leitung des Gästehauses in Münsterschwarzach. Von 1994 bis 2002 war er in unserem Priorat in Damme vor allem in der Seelsorge und im Gästebereich tätig. Nach seiner Rückkehr ins Frankenland war er zunächst Pfarrer in den Gemeinden Sommerach und Nordheim. Jetzt ist er als Pfarrer im Pastoralen Raum St. Benedikt tätig. P. Philippus ist bei den Menschen und für die Menschen ein wertvoller, zuhörender Seelsorger. Durch sein im Glauben verwurzeltes Beispiel ist er für die Menschen ein Vorbild.