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Sieben neue Benediktineroblaten in Gemeinschaft aufgenommen

Vier Frauen und drei Männer legen Oblation ab

Am Wochenende des Dreifaltigkeitssonntags haben vier Frauen und drei Männern ihr Oblationsversprochen abgelegt. Die Aufnahme in die Gemeinschaft der Benediktineroblaten von Münsterschwarzach erfolgte im Rahmen eines Konventamtes in der Abteikirche. Vor dem Abt, den Mönchen und der Oblatengemeinschaft gelobten sie, als Laien in der Welt nach dem Evangelium und der Regel des heiligen Benedikts zu leben. Diesen Schritt unterstrichen sie mit dem Singen des „Suscipe me“, dem Professgesang der Mönche.

 „Was uns allen hier gemeinsam ist, ist unsere Taufe. Mit ihr haben wir uns an den Lebensquell Gottes angeschlossen“, betonte Abt Michael Reepen bei der Begrüßung. „Wir Benediktiner versuchen dem Evangelium entsprechend in der Tradition des heiligen Benedikts diese Taufgnade zu leben.“ Daher stand das Taufgedächtnis am Anfang des Gottesdienstes. Das gesegnete Wasser, so Abt Michael, verbinde Menschen mit Gott, Jesus und untereinander.

Bei der Predigt griff er den nächtlichen Besuch von Nikodemus bei Jesus aus dem Johannes-Evangelium auf. „Nikodemus ist ein suchender Mensch. Ein religiöser Mensch, der schon viel weiß, aber spürt, da gibt es noch mehr“, erläuterte Abt Michael. In einer ähnlichen Situation befänden sich die sieben Oblaten. „Sie sind getauft und haben bereits einen Glaubensweg. Aber sie haben Fragen, Sehnsucht nach dem ‚Mehr‘“, führte er weiter aus. „Mit der Oblation versprechen sie nicht perfekt zu sein. Sie stellen sich vielmehr bewusst unter dem Wirken Gottes und wollten sich von seinem Geist führen lassen.“ Denn die Oblation sei eine bewusste Antwort auf die Taufe. Was dort geschenkt worden sein, wolle nun mit größerer Aufmerksamkeit und Präsenz gelebt werden.

Der Oblationsritus orientierte sich am Professversprechen der Mönche. Nacheinander traten die Frauen und Männer vor Abt Michael. Nach Anrufung des Heiligen Geists trugen sie ihre Oblationsurkunde vor. Darin bekannte sich jede und jeder zu einem Leben nach dem Evangelium in Tradition des heiligen Benedikt und der Gemeinschaft von Münsterschwarzach. Anschließend übergab Oblatenrektorin Carola Holzmann die Urkunden P. Udo, der sie auf den Altar legte. Die neuen Oblaten bekamen das kleine Antiphonale mit dem Stundengebet sowie eine Benediktsmedaille überreicht. Dies geschah als Zeichen der Verbundenheit und als Erinnerung an das gemeinsame Chorgebet.

Bei der Oblation haben die Frauen und Männer bereits einen längeren Weg zurückgelegt. Auftakt bildet der Jahreskurs „Benediktinisch leben“, der mit Exerzitien abschließt. Es folgen sieben Wegetappen, die sich auf eineinhalb Jahre verteilen. Wichtig ist dabei der fortlaufende Austausch, ob im direkten Gespräch oder digital. Letztendlich handelt es sich um einen individuellen und offenen Prozess, so Carola Holzmann, die als Oblatenrektorin begleitet.

Benediktineroblaten sind Frauen und Männer, die ihr Leben bewusst aus dem Geist der Benediktsregel gestalten möchten, ohne selbst im Kloster zu leben. Durch die Oblation verbinden sie sich mit einer benediktinischen Gemeinschaft und bringen ihre Suche nach Gott in eine konkrete Form. Ihr Alltag in Familie, Beruf und Gesellschaft soll dabei vom Evangelium Christi und der Spiritualität des heiligen Benedikt geprägt sein.