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Unterwegs im Vertrauen, gemeinsam im Gebet

Mönche und Gäste feierten Maiandacht im Klosterpark

Die Mönche der Abtei Münsterschwarzach haben auch in diesem Jahr wieder im Marienmonat Mai zur Andacht in den Klosterpark eingeladen. An der Marienkapelle haben die Brüder gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern die Gottesmutter geehrt. Traditionell fand der Auftakt am Kirchplatz statt. Nach der Begrüßung und dem ersten Lied startete die Prozession. Diese führte am Gymnasium und Friedhof vorbei in den Klosterpark. Schola und Gläubige stimmten auf dem Weg immer wieder im Wechselgesang Marienrufe an.

In der Predigt betrachteten Br. Melchior Schnaidt und P. Simon Schrott die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten. Die Jünger wussten, dass Jesus lebt. Sie hatten Christi Himmelfahrt erlebt, aber sie ahnten nicht, wie es weitergeht. „Daher blieben sie zusammen. Nicht in großer Sicherheit, ohne fertige Antworten – aber betend, wartend und hoffend“, betonte Br. Melchoir. P. Simon betrachtete die Rolle, die Maria dabei einnahm: „Sie war mitten unter den Jüngern, unaufdringlich und nicht im Mittelpunkt. Aber sie war präsent. Sie hatte gelernt, Gottes Wege nicht immer zu verstehen, ihm aber dennoch zu vertrauen.“

Eine Situation, die auch heute viele Menschen kennen, wie die weiteren Ausführungen aufzeigten. Br. Melchoir ging auf die Wege im Alltag ein, die jeder geht und die oft mit Erinnerungen und Sorgen verbunden sind. Auch den Jüngern ging es nach Himmelfahrt so, doch sie zeigten, dass keine großen Taten notwendig sind. Sie blieben zusammen im Gebet und in der Hoffnung auf Christus.

Dieses Vertrauen spielt gerade jetzt in der Zwischenzeit von Ostern und Pfingsten eine wichtige Rolle für die Kirche, wie P. Simon erklärte. Auch wenn Jesus nicht greifbar ist, besteht die Zuversicht, dass er gegenwärtig ist. Dass sein Geist wirkt – oft leise und verborgen – und kein Weg vergeblich ist, der mit ihm gegangen wird. So endete die Predigt mit der Ermutigung, dass Christinnen und Christen vertrauensvoll und gemeinsam im Gebet unterwegs sein dürfen. Denn Jesus geht mit und sein Licht bleibt.

Als Zeichen dafür waren Mönche und Gäste eingeladen, Kerzen an der Kapelle zu entzünden und ihre persönlichen Anliegen in der Stille vorzutragen. P. Simon bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung der Bläser-Kombo. Mit Fürbitten, Segen und Abschlusslied endete die Andacht.