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Wiedersehen in der Abtei

Ehemalige Lehrlinge trafen sich in der Abtei Münsterschwarzach

Nach über 30 Jahren haben sich die ehemaligen Auszubildenden des Lehrlingsseminars der Jahrgänge 1989, 1990 und 1991 in der Abtei Münsterschwarzach getroffen. Rund 30 Personen waren angereist, um gemeinsam den Tag zu verbringen. Das Beisammensein erwies sich als Spiegelbild der regen Ausbildungstätigkeit im Kloster. Vom Drucker über Bäcker, Schreiner bis hin zum Schlosser und Zimmermann waren die unterschiedlichsten Berufe vertreten.

Bereits vor zwei Jahren hatte Michael Troll die Idee, das Treffen zu organisieren. Umso größer war die Freude, dass es nun geklappt hat. Zusammen mit seiner Frau hatte er ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Zum Auftakt gab es Kaffee und Kuchen. Anschließend führte Abt Michael Reepen die Gruppe über das Klostergelände, auf dem sich seit den Lehrlingstagen viel getan hat. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst folgte beim Umtrunk ein Wiedersehen mit den Brüdern und Handwerksmeistern, die damals durch die Ausbildung begleiten. Das Abendessen bildete den Abschluss des ereignisreichen Tages.

Viele Erinnerungen prägten das Treffen. So auch bei Alexander Mall, der 1989 seine Lehre als Elektriker startete. „Meine Eltern haben gedacht, dass ich im Kloster gut aufgehoben bin“, erklärte er schmunzelnd, warum das Kloster als Ausbildungsort gewählt wurde. Sein Resümee: „Die Zeit war eine sehr gute Erfahrung. Ich habe alles Wichtige gelernt. Die Ausbildung war sowohl fachlich als auch menschlich top.“ Heute arbeitet er als selbstständiger Landwirt, greift aber immer wieder auf das erworbene Wissen seines gelernten Berufs zurück.

Drei Männer vor Abteikirche

Josep Ipjurjevic, Michael Troll und Alexander Mall 

Ähnlich fiel die Einschätzung von Josep Ipjurjevic aus. Er begann im gleichen Jahr die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Eigentlich wollte er in die Elektrowerkstatt, doch dort gab es keinen freien Platz mehr. Nach einem Praktikum entschied er sich für den Kfz-Bereich. „Es war eine sehr intensive Zeit. Vor allem die individuelle Betreuung ist mir positiv in Erinnerung geblieben. In Münsterschwarzach wurde der Grundstein für mein weiteres Leben gelegt“, erzählte Ipjurjevic, der heute als Ingenieur in der Industrie tätig ist.

Für Abt Michael Reepen hatte das Treffen besondere Bedeutung. Er kümmerte sich damals als Betreuer um die Lehrlinge. „Es ist eine große Freude zu sehen, was aus den ehemaligen Auszubildenden geworden ist. Die drei Jahre bei uns im Lehrlingsseminar St. Placidus haben für viele eine wichtige Rolle gespielt“, betonte er. „Besonders hat es mich berührt zu hören, dass sie dort nicht nur vieles für den Beruf, sondern auch Entscheidendes für das Leben lernen konnten. Gerade auch durch die Gemeinschaft.“