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Unsere Verstorbenen

P. Martin (Johannes) Birk OSB verstorben

P. Martin (Johannes) Birk OSB

Wohl am Abend des 19. August 2026 verstarb in seiner Zelle unser Mitbruder

P. Martin (Johannes) Birk OSB

Erst am Morgen des 20. August fanden wir ihn noch angekleidet tot auf seinem Bett liegend.

Am 6. Juni 1941 kam er in Danzig zur Welt. Sein Vater Johannes und seine Mutter Ruth brachten ihn am 10. August zur Taufe. Im Dezember 1942 ist der Vater in Russland gefallen. Die kleine Familie, Mutter und Kind, sind 1945 zusammen mit der Großmutter aus dem Inferno in den Westen geflüchtet. Sie fanden in Bücken, Landkreis Hoya, südlich von Bremen eine neue Heimat.

Dort kam Martin in die Grundschule. Darauf folgten Mittelschule in Hoya und Gymnasium am Domgymnasium in Verden bis zum Abitur 1960. Als Ministrant und in der kirchlichen Jugendarbeit wuchs er wie selbstverständlich in das religiöse Leben und es reifte der Entschluss, Priester zu werden.

Da die Eltern schon nach Münsterschwarzach Kontakt hatten, führte der Wege 1960 in unser Noviziat, am 29. April 1961 zur Zeitlichen Profess und am 1. Mai 1964 zur Feierlichen Profess. Das Studium begann mit der Philosophie an der Ordenshochschule in St. Ottilien, setzte sich fort mit der Theologie des Wintersemesters 1962. Es wurde abgeschlossen, mit der Lizenziatsarbeit „Sigmund Freud und die Religion“.

P. Martin war schon immer und bis ins Alter an Weiterbildung interessiert. So folgten zwei Jahre Studien in München, vor allem am Institut für Katechetik und Homiletik.

Am 5. Juli 1964 weihte ihn Weihbischof Alfons Kempf zum Diakon und am 11. September 1966 Bischof Josef Stangl zum Priester.

Nach drei Jahren als Kaplan in der Pfarrei Stadtschwarzach wechselte P. Martin in unsere Neugründung Damme/Oldenburg, wo er im Städtischen Gymnasium den vollen Religionsunterricht 13 Jahre lang abdeckte. In diese Zeit fallen auch seine unterschiedlichsten Weiterbildungen in Psychologie und Spiritualität. 1983 kam der Wechsel in unser Studienkolleg St. Benedikt in Würzburg. Als Ausbildungsleiter für die jüngeren Mitbrüder war er auch für die Ordensgemeinschaften der deutschen Kirche tätig. Als Mitglied der Gesellschaft zur Pastoralpsychologie wuchs er immer mehr in diese Bereiche der Seelsorge. So trat er auch zur Marriage Encounter, einer Bewegung für Ehepaare und Priester, bei.

Schließlich folgten von 1988 bis 1991 drei Jahre Einsatz in der Neugründung der Missionsbenediktiner in Digos/Mindanao, Philippinen. Auch von dort aus lehrte und begleitete P. Martin Männer und Frauengemeinschaften mit seiner vielseitigen Erfahrung. Nach der Rückkehr von dort diente er 1991 als Abtsekretär und Ceremoniar, 1994 Novizenmeister in der Abtei und 1999 ein Jahr in der Abtei Georgenberg/Fiecht mit derselben Aufgabe.

Zurück in Münsterschwarzach wirkte P. Martin als Krankenseelsorger in der Missio-Klinik und Uniklinik in Würzburg von 2010 bis 2016. Ab 2018 übernahm P. Martin gerne die Gottesdienste im Kloster und Antonia-Werr-Zentrum St. Ludwig.

Bei allen diesen Einsätzen war P. Martin in seiner exakten und gründlichen Art still und beständig dabei. Eine wache Neugierde trieb ihn zu fleißiger Weiterbildung und Beschäftigung mit Allem inner- und außerhalb von kirchlichen Themen. Er konnte auch eckige und unbequeme Meinung vertreten. Der innere Antrieb war sein überzeugtes Sendungsbewusstsein, so dass man ihm auch manchmal aus dem Weg ging.

Diese Treue und Lebendigkeit lebte P. Martin bis zur Komplet, nach der er vermutlich schnell in seiner Zelle verstarb.

Wir feiern am Dienstag, dem 25. August um 14.00 Uhr das Requiem und tragen ihn anschließend auf dem Klosterfriedhof zu Grabe.

R.I.P.

Abtei Münsterschwarzach, 24. August 2026

Abt Michael Reepen und Konvent von Münsterschwarzach

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