Aktuelles Mission

Neuer "Ruf in die Zeit": Wo Gott sein Zelt aufgestellt hat

„Wo wohnst du?“, fragen die Jünger ihren Meister, und so fragt auch der neue „Ruf in die Zeit“. In Beiträgen über ein Slum in Nairobi, über Straßenmission in Berlin-Kreuzberg oder über die „Tiny-House“-Bewegung gehen Autoren der Frage nach, worauf es ankommt im Leben.

Das Missionsmagazin der Benediktiner von Münsterschwarzach legt das Thema „Wohnen“ in seiner Mai-Ausgabe vielfältig aus. Da ist die Betrachtung von P. Anselm Grün OSB über verschiedene Stellen im Johannes-Evangelium: „Das Wort hat unter uns gewohnt“; „Meister, wo wohnst du?“; „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Gedanken, die auch Abt Michael Reepen OSB in seinem Beitrag zur Benediktsregel aufgreift: „Wir dürfen in seinem Hause wohnen … wie tröstlich, zu wissen, wo wir zu Hause sind und dass jemand auf uns wartet.“

Dass dieses Wissen ums wahre Zuhause eine Entscheidung voraussetzt, zeigt Dr. Norbert Feinendegen in einem philosophischen Beitrag über C.S. Lewis‘ Buch „Die große Scheidung“. Sr. Anke Sophia Schmidt von der CommunitätCasteller Ring auf dem Schwanberg zeigt in einer Betrachtung, wie sich die Sehnsucht nach Heimat als roter Faden durch das Leben eines jeden zieht.

Wie schwierig, ja brutal „Wohnen“ hier auf Erden für viele ist, schildert der Comboni-Missionar P. Gregor Schmidt in einem Bericht über Korogocho. 150.000 Menschen leben in dem Slum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi: ein „extremes Beispiel von Armut, Verwahrlosung, Gewalt und Marginalisierung“. Und zugleich ein Ort, an dem Ordensleute als Nachbarn der Armen deren Alltag teilen und so berührbar werden für die Vergessenen dieser Welt, wie P. Gregor bei seinem Aufenthalt dort erfahren hat.

Dass man nicht bis Kenia schauen muss, um Menschen in schwierigen Wohnsituationen zu begegnen, beschreibt P. Christian Herwartz SJ aus Berlin Kreuzberg. Jahrelang hat er dort in einer WG Obdachlose und Gestrauchelte aufgenommen. Entstanden sind daraus „Exerzitien auf der Straße“. Für P. Herwartz leben die Menschen „in einer besonderen Nähe Gottes“, da Jesus sich selbst als „Straße, Wahrheit und Leben“bezeichnete, im 14. Kapitel, Vers 6.

Die ganz andere Perspektive nimmt ein Artikel über die „Tiny-House“-Bewegung ein. „Tiny“ für „winzig“ sind moderne Häuschen, die in der westlichen Welt ein Gegengewicht zum „immer mehr“ und „immer größer“ darstellen. Menschen, die sich auf das Wesentliche im Leben rückbesinnen – und sich nicht einschließen, sondern ihren Nachbarn öffnen wollen –, probieren in Australien, in den USA und mittlerweile auch in Deutschland neue Wohnformen aus.

Was man ganz praktisch tun kann, um Menschen in Not „Wohnen“ und „Heimat“ zu erleichtern, wird in zwei weiteren Beiträgen deutlich: Im Interview mit Dr. Oliver Müller schildert der Leiter von Caritas international, was diese Organisation an Hilfe in aller Welt leisten kann und will. Und im „Münsterschwarzacher Hilfsprojekt“ wird gezeigt, was die afrikanischen Mönche in der Abtei Peramiho leisten, um in Tansania eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen. Auf da geht es um „Wohnen“: Ein Krankenhaus braucht eben nicht nur einen Operationssaal, sondern auch vernünftige Wohnungen fürs Personal.

Berichte über Kursangebote, über Fair-Handel und über Personalien aus dem Kloster ergänzen die Themen im Mai-Heft. Beigelegt ist der Ausgabe ein Flyer, der auf die Möglichkeit hinweist, Mess-Stipendien in der Abtei zu beauftragen. P. Noach Heckel OSB erläutert dazu in einem theologischen Hintergrundbericht die geistliche Bedeutung solchen Gedenkens: Entscheidend für die Sinnhaftigkeit dieses alten Brauchs „ist ohne Zweifel der innere Bezug der Gabe zum Messgeschehen“.

Der „Ruf in die Zeit“ erscheint vier Mal im Jahr und vertieft aktuelle Themen. Zugleich informiert das Magazin über Hilfsprojekte der Missionsbenediktiner sowie über Neues aus der Abtei Münsterschwarzach. Der „Ruf in die Zeit“ wird an Freunde und Spender verteilt. Im Internet ist er als Pdf abrufbar.

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Von Joachim Rogosch

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