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Der Heilige Blasius und sein Segen

Am 3. Februar begehen wir den Gedenktag des Heiligen Blasius. In vielen Gemeinden gibt es den Blasiussegen. Mit drei Fragen erkunden wir, wer der Heilige war und wofür er steht.

Was wissen wir über den Heiligen Blasius?
Wie so oft, sind nur wenige Daten überliefert. Soweit bekannt, hat der Heilige Blasius im dritten Jahrhundert in Sebaste gelebt. Das war die damalige Hauptstadt der römischen Provinz Klein-Armenien. Dort hat er als Arzt gearbeitet.

Aufgrund seines unermüdlichen Wirkens und seiner großen Hilfsbereitschaft wurde er zum Bischoff ernannt. Aufgrund der damals herrschenden Christenverfolgung soll er sich in einer Höhle versteckt haben. Trotzdem geriet er in Gefangenschaft. Weder Versprechungen noch grausame Folter konnten ihn von seinem Glauben abringen. Letztendlich starb er den Märtyrertod und wurde enthauptet.

Wofür ist der Heilige Blasius bekannt?
Viele Menschen wenden sich an den Heiligen und bitten um Heilung bei Halserkrankungen. Die Legende besagt, dass er im Gefängnis einen jungen Mann geholfen hat. Dieser hatte eine Fischgräte verschluckt und drohte zu ersticken. Durch sein Eingreifen und Gebet, konnte Blasius den jungen Mann retten.

Zudem gilt er als Schutzpatron der Ärzte und zählt zu den 14 Nothelfern.  Eine modernere Betrachtung sieht Blasius darüber hinaus als Schutzpatron gegen schnelle und verletzende Worte. Er soll helfen, dass Unpassendes, erst gar nicht geäußert wird.

Was hat es mit dem Blasiussegen auf sich?
Der Segen wird als Sakrament der katholischen Kirche am Gedenktag des Heiligen gespendet. Diese Tradition lässt sich bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Oft erfolgt die Segnung mit zwei gekreuzten Kerzen, die auf Höhe des Halses gehalten werden.

Der Fokus liegt auf dem Schutz vor Halskrankheiten und der Bewahrung vor dem Bösen:
„Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."

Auch die Abtei Münsterschwarzach pflegt die Tradition des Blasiussegens. Dieser wird am 3. Februar abends im Komplet (19.35 Uhr) erteilt. Alle sind dazu herzlich eingeladen.