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Was wir am 2. Februar feiern

Seitenaltar der Heiligen Maurus und Placidus mit Kerzen

Darstellung des Herrn, Maria Lichtmess, Tag des geweihten Lebens – mit dem 2. Februar sind in der katholischen Kirche verschiedene Ereignisse verbunden. Doch was verbirgt sich genau dahinter? Was feiern die Gläubigen an diesem Tag?

Im liturgischen Kalender ist am 2. Februar das Fest der Darstellung des Herrn vermerkt. Grundlage bildet ein Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium. 40 Tage nach der Geburt Jesu begeben sich Maria und Josef mit dem Kind in den Tempel.

Dort vollzieht Maria die vom Gesetz vorgeschriebene Reinigung. Zudem gilt nach alttestamentarischer Tradition der Erstgeborene als Eigentum Gottes. Maria und Josef lösen Jesus mit einem Opfer aus. Im Tempel befinden sich auch Simeon und Hanna. Beide erkennen, dass es sich bei dem Kind um den Messias handelt. Von Simeon stammen die Worte, die Jesus als Licht der Welt bezeichnen.

Ausgehend von diesem Bild haben sich verschiedene Bräuche für den 2. Februar entwickelt. Menschen lassen Kerzen segnen. Es finden Lichterprozessionen statt. Dadurch entstand die Bezeichnung „Lichtmess“. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich der Tag zu einem Marienfest. Die Gläubigen begingen „Maria Lichtmess“. Mit der Liturgiereform Ende der 1960-er Jahre fand die Rückbesinnung auf den Ursprung statt. Die Darstellung des Herrn wird seitdem wieder als Herrenfest, ein Fest unseres Herrn Jesus Christus, gefeiert.

Was hat es jetzt mit dem Tag des geweihten Lebens auf sich? Auch dieser gehört am 2. Februar in der katholischen Kirche mit dazu. Papst Johannes Paul II. hat den Gedenktag 1997 eingeführt. Grundgedanke ist dabei, die Bedeutung von Orden und anderen Gemeinschaften hervorzuheben. Zudem soll die Wertschätzung für Ordensleute sowie Menschen in Gemeinschaften gefördert werden.

Und in der Abtei Münsterschwarzach? Beim Koventamt findet an diesem Tag morgens eine Lichterprozession statt. Allgemein gilt der 2. Februar als Gebetstag für die Mönche. Sie beten für den Nachwuchs in der Klostergemeinschaft. Am Seitenaltar der Heiligen Maurus und Placidus, den ersten Schülern des hl. Benedikt, stehen dann gesegnete Kerzen, die bis zum Beginn der Karwoche brennen.